Evonik hält trotz schwacher Bilanz 2025 an EBITDA-Zielen fest
Evonik veröffentlicht Quartalszahlen am 8. Mai 2026 – trotz gemischter Bilanz 2025 an EBITDA-Prognose festgehalten
Am 8. Mai 2026 wird der Spezialchemiekonzern Evonik seine Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Trotz einer durchwachsenen Performance im Jahr 2025 bestätigt das Unternehmen seine Prognose für das bereinigte EBITDA von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro im Gesamtjahr. Aktuelle Maßnahmen wie eine Preiserhöhung und die Markteinführung eines neuen Produkts deuten auf eine Strategie hin, die 2026 die Profitabilität stärken soll.
Anfang 2026 hatte Evonik den weltweiten Preis für sein Methionin-Produkt MetAMINO® um 10 Prozent angehoben. Der Schritt folgt auf ein Jahr mit steigender Nachfrage: Branchenberichte von Adisseo und Evonik verzeichnen zwischen März 2025 und Februar 2026 ein Wachstum von 3 bis 5 Prozent im Tierfuttersektor. Treiber waren die gestiegene Viehzucht in Asien sowie eine Erholung der Geflügelbranche in Europa und Nordamerika.
Die Preisanpassung fiel in eine Phase geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, die Lieferketten für Methionin beeinträchtigten – und den Aktienkurs von Evonik in die Höhe trieben. Analysten erwarten, dass die Maßnahme die EBITDA-Marge im Tierernährungsbereich verbessert, der in den vergangenen Jahren unter Druck stand.
Zudem brachte Evonik eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Lösung auf den Markt und reagiert damit auf verschärfte Umweltauflagen. Das neue Produkt unterstreicht die Bemühungen des Konzerns, Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht zu werden, ohne das Wachstum zu gefährden.
2025 lag die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) bei 6,1 Prozent – deutlich unter dem mittelfristigen Ziel von 11 Prozent. Die Aktionäre erhielten eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie. Ab 2026 gilt eine angepasste Ausschüttungspolitik: Künftig sollen 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses ausgeschüttet werden.
Der Quartalsbericht am 8. Mai wird weitere Aufschlüsse über die finanzielle Entwicklung von Evonik geben. Mit der Preiserhöhung und neuen Produkten will das Unternehmen seine Margen stärken und die EBITDA-Ziele für 2026 erreichen. Anleger werden genau beobachten, ob diese Schritte die Schwächen des Vorjahres ausgleichen können.






