09 June 2026, 08:04

EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz: "Bürokratie-Monster statt Lösungen"

Chefin der Mittelstandsunion Connemann: EU-Verordnung zur Gehaltstransparenz bringt 'absurde Bürokratie' für Unternehmen

EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz: "Bürokratie-Monster statt Lösungen"

Eine deutsche Politikerin hat eine EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz als Musterbeispiel für übertriebene Brüsseler Regulierungswut kritisiert. Sie warnte, die Umsetzung werde Unternehmen unter einer Flut von Bürokratie begraben, ohne die eigentlichen Probleme zu lösen.

Die Richtlinie, die gleiche Bezahlung durchsetzen soll, würde Firmen zu mehr Papierkram zwingen und sie verpflichten, auf individuelle Gehaltsanfragen von Mitarbeitern zu antworten. Nach den neuen Vorschriften müssten Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten regelmäßig Gehaltsberichte vorlegen. Selbst kleinere Betriebe wie eine Bäckerei mit acht Angestellten hätten zusätzliche Aufgaben: Inhabende müssten etwa Leistungen wie Firmenfahrräder, Reisekostenzuschüsse oder Boni bei Gehaltsvergleichen berücksichtigen.

Die Politikerin verwies darauf, dass Deutschland bereits Gesetze habe, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit garantieren. Unter Berufung auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit argumentierte sie, die Richtlinie verschärfe die Überregulierung, die das Wirtschaftswachstum hemme. Stattdessen forderte sie eine Politik, die sich auf Wertschöpfung und wirtschaftliche Expansion konzentriere.

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Kritiker monieren, die Richtlinie schaffe unnötige Belastungen, ohne die Kernprobleme zu lösen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) würden mit den administrativen Anforderungen kämpfen – von Meldepflichten bis hin zur Bearbeitung individueller Gehaltsanfragen. Die Gegner der Richtlinie warnen vor einer Welle neuer Bürokratie, die Unternehmen jeder Größe treffen werde. Firmen müssten sich auf zusätzliche Berichtspflichten einstellen und auf Anfragen von Mitarbeitern zu Gehaltsdetails reagieren.

Die Äußerungen der Politikerin spiegeln die anhaltende Debatte wider, wie in Europa Regulierung und wirtschaftliches Wachstum in Einklang zu bringen sind.

Quelle