26 June 2026, 22:04

EU-Pläne für Methanregeln spalten Mitgliedstaaten und gefährden Energieversorgung

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

EU-Pläne für Methanregeln spalten Mitgliedstaaten und gefährden Energieversorgung

Pläne der EU, Methanemissionsvorschriften für importiertes Öl und Gas einzuführen, haben unter den Mitgliedstaaten eine Debatte ausgelöst. Deutschland hat sich einer Gruppe von Regierungen angeschlossen, die sich gegen die Regelung stemmen, und warnt, sie könnte die Treibstoffversorgung gefährden. Auch nicht-europäische Energieferlieferer, darunter die USA, üben Kritik an dem Vorhaben.

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Die Europäische Kommission treibt die klimapolitisch motivierte Verordnung zwar voran, erwägt aber Zugeständnisse. Laut Entwurf könnten Unternehmen, die gegen die Vorgaben verstoßen, von Strafen verschont bleiben. Gleichzeitig fordern zwölf EU-Regierungen eine dreijährige Verschiebung der Umsetzung.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche argumentiert, Berlin benötige mehr Zeit, um die Versorgung mit Gas und Erdölprodukten wie Kerosin abzusichern. Die Bundesregierung warnt, die Regelung könnte ab 2027 Importe solcher Brennstoffe einschränken. Umweltschutzorganisationen und einige Experten halten dagegen, dass konforme Lieferungen bereits verfügbar seien und eine Verzögerung unnötig sei.

Der Streit entzündet sich zu einer Zeit, in der das europäische Energiesystem unter zusätzlichem Druck steht. Nach der Sperrung der Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs sind die Preise für Flugtreibstoff in die Höhe geschnellt. Airlines müssen unwirtschaftliche Strecken streichen, da die Spritkosten steigen. Importe aus dem Nahen Osten, die etwa 20 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs decken, sind für Fluggesellschaften, Raffinerien und Regierungen nun von kritischer Bedeutung.

In Kürze werden die EU-Minister über den vorgeschlagenen Aufschub beraten. Ungewiss bleibt, wie die Verordnung ausfallen wird, während die Regierungen Klimaziele und Versorgungssicherheit gegeneinander abwägen. Die Entscheidung wird die europäischen Brennstoffimportrichtlinien in den kommenden Jahren prägen.

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