EU hält strikt an ehrgeizigen SAF-Zielen fest – trotz Branchenproteste und Versorgungsengpässe
Nina WalterEU hält strikt an ehrgeizigen SAF-Zielen fest – trotz Branchenproteste und Versorgungsengpässe
Die EU treibt ehrgeizige Vorgaben für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) trotz Bedenken der Branche weiter voran. Bis 2030 müssen Airlines 6 % SAF einsetzen, davon 1,2 % aus synthetischen Quellen. Der aktuelle Verbrauch liegt jedoch noch weit unter diesen Werten.
2024 stammten lediglich 0,6 % des in Europa verwendeten Kerosins aus nachhaltigen Quellen. Das EU-Ziel für 2025 sieht vor, dass 2 % des Treibstoffs an Regionalflughäfen aus SAF bestehen müssen. Ein hochrangiger EU-Vertreter bestätigte kürzlich, dass Europa diese 2 %-Marke im Jahr 2025 voraussichtlich überschritten habe – genaue Compliance-Daten der Flughäfen liegen allerdings noch nicht vor.
Sowohl der EU-Verkehrskommissar als auch Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), betonen, dass die Vorgaben nicht verwässert werden. Guillermet erklärte, Europa sei auf Kurs, das 2025er-Ziel zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Gleichzeitig hat die Europäische Kommission ihre Entschlossenheit bekräftigt und eine Rücknahme der Anforderungen für synthetischen SAF (eSAF) ausgeschlossen.
Die Vereinigung Airlines for Europe (A4E) fordert hingegen eine Senkung der eSAF-Ziele und verweist auf hohe Kosten und begrenzte Verfügbarkeit. EU-Vertreter halten jedoch daran fest, dass die Einhaltung des Plans für die langfristige Nachhaltigkeit unverzichtbar sei.
Die SAF-Vorgaben der EU bleiben unverändert: 6 % bis 2030 und bereits 2 % für 2025. Zwar nimmt die Nutzung zu, doch Branchenverbände warnen weiterhin vor Engpässen bei Versorgung und Kosten. Die Regulierungsbehörden zeigen jedoch keine Anzeichen, die Regeln zu lockern.






