21 December 2025, 18:34

EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Höfe

Ein landwirtschaftlicher Hof mit Bäumen oben im Bild.

EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Höfe - EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Höfe

EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Betriebe

EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Betriebe

EU-Agrarsubventionen sichern Liquidität für 3.900 Thüringer Betriebe

Thüringer Landwirte haben bis Ende des Jahres mehr als 217 Millionen Euro an EU-Agrarfördermitteln erhalten. Die Subventionen, darunter Direktzahlungen und Ausgleichsleistungen, haben die Liquidität von fast 3.900 Betrieben in der Region gesichert. Doch geplante Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU werfen Fragen zur künftigen Finanzierung auf.

Bei der jüngsten Auszahlungsrunde erhielten rund 3.900 Betriebe Direktzahlungen in Höhe von etwa 196 Millionen Euro. Zusätzlich flossen 21,1 Millionen Euro als Ausgleichszahlungen an etwa 2.300 Höfe, was die finanzielle Belastung im Sektor milderte.

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Doch die Zukunft dieser Unterstützung ist ungewiss. Nach den neuen GAP-Vorschlägen sollen Direktzahlungen an Betriebe auf 100.000 Euro gedeckelt werden, während flächenbezogene Subventionen schrittweise reduziert werden. Agrarministerin Colette Boos-John (CDU) warnte, dass diese Kürzungen Ostdeutschland besonders hart treffen würden, da die Betriebe dort oft stärker von EU-Mitteln abhängig seien. Auch der Gesamtetat der GAP wird gekürzt: Ab 2028 sinkt das Budget von 387 Milliarden auf weniger als 294 Milliarden Euro. Boos-John fordert eine gerechtere Verteilung der verbleibenden Mittel, um unverhältnismäßige Auswirkungen auf Regionen wie Thüringen zu vermeiden. Die Umsetzung der Reformen wird EU-Agrarkommissar Christophe Hansen begleiten.

Die aktuellen Subventionen haben Thüringer Landwirten wichtige Unterstützung geboten. Doch die anstehenden GAP-Reformen drohen, die künftigen Zahlungen zu verringern. Durch strengere Obergrenzen und ein kleineres Budget könnten viele Betriebe in den kommenden Jahren vor finanzielle Herausforderungen gestellt werden. Mit ihrem Einsatz für eine fairere Mittelverteilung will die Ministerin die Folgen für die ostdeutsche Landwirtschaft abfedern.