Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Arbeitgeber protestieren
Elias HofmannEntlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Arbeitgeber protestieren
Die deutsche Regierungskoalition hat sich darauf geeinigt, den steuerfreien Entlastungsbonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer zu verlängern. Die ursprünglich bis 2026 geplante Maßnahme gilt nun bis zum 30. Juni 2027. Allerdings stößt der Plan auf heftigen Widerstand von Arbeitgebern, die die zusätzliche finanzielle Belastung fürchten.
Der Koalitionsausschuss hatte den Bonus erstmals am 12. April beschlossen. Demnach könnten Unternehmen ihren Beschäftigten im Jahr 2026 eine steuer- und sozialabgabenfreie Zahlung von 1.000 Euro gewähren. Gleichzeitig profitieren die Betriebe, da sie die Ausgaben als Betriebsausgabe absetzen können.
Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Arbeitgeberverbände und Wirtschaftsvertreter argumentierten, viele Unternehmen könnten sich die zusätzliche Belastung nicht leisten. Daraufhin passte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Vorschlag an und machte den Bonus freiwillig. Unternehmen können die Prämie nun in voller Höhe, teilweise oder gar nicht auszahlen – und die Zahlung gegebenenfalls bis 2027 verschieben.
Die überarbeiteten Bedingungen wurden nach einem Entwurf der Koalitionsfraktionen finalisiert. Um die entgangenen Steuereinnahmen auszugleichen, plant die Bundesregierung, die Tabaksteuer bereits ab 2026 zu erhöhen. Durch die Verlängerung des Bonus sollen insgesamt Entlastungen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro entstehen.
Die neuen Regelungen geben Unternehmen Flexibilität bei der Auszahlung der Prämie. Arbeitnehmer können die Zahlung zwar weiterhin erhalten, doch Betriebe können sie bei Bedarf reduzieren oder aufschieben. Mit der Erhöhung der Tabaksteuer will die Regierung die Haushaltswirkungen der verlängerten Förderung ausgleichen.






