07 June 2026, 20:04

Eltern kämpfen um zweisprachigen Unterricht an Wolfsburg-Schule mit Petition

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Eltern kämpfen um zweisprachigen Unterricht an Wolfsburg-Schule mit Petition

Online-Petition sammelt über 550 Unterschriften gegen Kürzungen im zweisprachigen Unterricht an Wolfsburg-Schule

Innerhalb von nur vier Tagen haben mehr als 550 Menschen eine Online-Petition unterzeichnet, die sich gegen die geplante Reduzierung des bilingualen Unterrichts an einer Wolfsburg-Schule richtet. Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Gesamtschule bietet derzeit ein deutsch-italienisches Programm an, doch ab dem nächsten Jahr soll es nur noch eine einzige zweisprachige Klasse geben. Eltern und Lehrkräfte fordern die Stadtverwaltung nun auf, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Wolfsburg pflegt seit langem enge Beziehungen zu Italien – seit den 1960er-Jahren sind rund 60.000 italienische Migrantinnen und Migranten in die Stadt gekommen. Ihr Einfluss prägt bis heute das kulturelle und bildungspolitische Gesicht Wolfsburgs. Die Leonardo-da-Vinci-Schule spiegelt diese Geschichte wider, indem sie zweisprachigen Deutsch-Italienisch-Unterricht anbietet.

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Laut dem aktuellen Schulentwicklungsplan sind alle anderen bilingualen Programme in Wolfsburg zu über 70 Prozent ausgelastet. Lediglich der italienischsprachige Zweig an der Leonardo-da-Vinci-Schule liegt unter dieser Marke. Dennoch betonen Befürworter, dass der Wert des Programms nicht allein an Zahlen zu messen sei.

In der Petition werden die Stadtverwaltung Wolfsburg und die Schulbehörden direkt aufgefordert, ab der fünften Klasse zwei bilingualen Klassen zu erhalten. Darin wird auf die Vorteile der zweisprachigen Bildung hingewiesen, die Eltern und Lehrkräfte nicht verlieren wollen. Ohne ein Umdenken bleibt ab dem nächsten Jahr nur eine einzige bilingualen Klasse bestehen.

Die Kampagne stößt bereits auf große Resonanz: Innerhalb einer Woche haben mehr als 550 Menschen unterzeichnet. Sollte die Petition erfolgreich sein, könnte die bisherige Struktur des bilingualen Programms erhalten bleiben. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den lokalen Bildungsverantwortlichen.

Quelle