Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um ihre Ernte im Frühjahr
Elias HofmannDüngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um ihre Ernte im Frühjahr
Düngemittelpreise schnellen erneut in die Höhe und belasten deutsche Landwirte in der entscheidenden Frühjahraussaat
Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die Störungen in der Straße von Hormus haben die Kosten weiter in die Höhe getrieben – viele Landwirte können sich die dringend benötigten Nährstoffe für ihre Felder kaum noch leisten.
Allein im vergangenen Monat sind die Preise für wichtige Düngemittel stark gestiegen: Kalkammonsalpeter (CAN) kostet nun 440 Euro pro Tonne (zuvor 377 Euro), Harnstoff in Granulatform ist auf 694 Euro pro Tonne geklettert (bisher 553 Euro), und Ammonnitrat-Kalk (AHL) hat sich auf 413 Euro pro Tonne verteuert (vorher 364 Euro).
Der Preisschub kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Wintergetreide befindet sich in der Hauptwachstumsphase und benötigt ausreichend Nährstoffe. Landwirte, die Dünger frühzeitig eingekauft haben, sind im Vorteil – doch wer nur über begrenzte Reserven verfügt, steht vor schwierigen Entscheidungen. Ein Umstieg auf stickstoffeffiziente Kulturen wie Soja scheidet für viele aufgrund bestehender Anbausysteme aus.
Eine aktuelle Umfrage soll nun erfassen, wie die Landwirte mit den Preissprüngen umgehen. Der online verfügbare Fragebogen sammelt Daten zu ihren Strategien in der Krise.
Die jüngsten Preiserhöhungen verschärfen die Herausforderungen für die deutsche Landwirtschaft in diesem Frühjahr. Bei weiter steigenden Düngerkosten und kaum Alternativen müssen die Betriebe ein schwieriges Jahr meistern. Die Umfrageergebnisse könnten zeigen, wie sich die Branche an den finanziellen Druck anpasst.






