Drogenboss aus Ratingen festgenommen: 12 Tonnen Kokain und 100 Millionen Euro Straßenwert
Lara BraunTonnen von Kokain - Angeblicher Drogenboss in Haft - Drogenboss aus Ratingen festgenommen: 12 Tonnen Kokain und 100 Millionen Euro Straßenwert
In Ratingen bei Düsseldorf ist ein 34-jähriger Mann unter dem Verdacht festgenommen worden, ein internationales Drogenhandelsnetzwerk geleitet zu haben. Die Verhaftung erfolgte nach dreijährigen Ermittlungen, an denen Behörden aus Deutschland, Serbien, Kanada und Montenegro beteiligt waren. Die Polizei geht davon aus, dass der Beschuldigte über mehrere Jahre hinweg mindestens zwölf Tonnen Kokain aus Südamerika importiert hat.
Der Verdächtige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Die Behörden schätzen den Straßenwert des Kokains auf etwa 100 Millionen Euro. Bei der Razzia wurden sechzehn Objekte durchsucht, zudem wurden in seiner Villa Luxusgüter im Wert von knapp 800.000 Euro beschlagnahmt.
Auch Immobilien im Besitz naher Angehöriger des Mannes, mit einem geschätzten Wert von fast 15 Millionen Euro, wurden eingezogen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul betonte, Drogenbosse dürften sich nicht in Sicherheit wiegen, und lobte die "unermüdliche, akribische Ermittlungsarbeit" hinter der Operation. Er fügte hinzu, das Ziel sei es, "die großen Player dort zu treffen, wo es wehtut: bei ihrem Geld, ihrem Besitz, ihrer Freiheit".
Vier Komplizen des Verdächtigen sind weiterhin auf freiem Fuß und sollen sich in Serbien, Kanada und Montenegro aufhalten. Die Ermittlungen basierten auf grenzüberschreitender Zusammenarbeit, wobei Details zur konkreten Vorgehensweise der Behörden nicht bekannt gegeben wurden.
Durch die Aktion wurde ein bedeutendes Drogenhandelsnetzwerk mit Verbindungen in mehrere Länder zerschlagen. Dem Hauptverdächtigen drohen schwere Anklagen, während die Ermittler weiterhin nach seinen noch flüchtigen Helfern fahnden. Die beschlagnahmten Vermögenswerte und die laufenden Untersuchungen deuten darauf hin, dass weitere Maßnahmen folgen könnten.
