Dresdner Missbrauchsfall: 70 Vorwürfe gegen 37-Jährigen in Untersuchungshaft
Finn FuchsAnklage gegen Mann in Sachsen: Teenager betäubt und ausgenutzt - Dresdner Missbrauchsfall: 70 Vorwürfe gegen 37-Jährigen in Untersuchungshaft
Ein 37-jähriger Mann aus Sachsen steht unter dem Verdacht, drei Jungen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Die mutmaßlichen Taten erstreckten sich über Dutzende Vorfälle, wobei der Beschuldigte seit September 2025 in Untersuchungshaft sitzt. Nun muss das Landgericht Dresden entscheiden, ob es zu einer Hauptverhandlung kommt.
Der Verdächtige soll zwischen November 2022 und September 2025 in seiner Dresdner Wohnung Hauspartys organisiert haben. Bei diesen Treffen soll er den Jungen Beruhigungsmittel verabreicht haben, sodass sie sich nicht mehr wehren konnten. Die Missbräuche sollen stattgefunden haben, während die Opfer bewusstlos waren.
Einige der Übergriffe wurden gefilmt, und die Aufnahmen wurden später an Dritte weitergegeben. Die Ermittlungsbehörden haben dem Mann 70 Fälle von sexueller Nötigung sowie weitere Straftaten zur Last gelegt. In Haft hat er die Vorwürfe weitgehend eingeräumt.
Die Ermittlungen dauern noch an, doch weitere Details zu möglichen Opfern oder weiteren Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Fall wurden nicht bekannt gegeben.
Das Landgericht Dresden wird nun prüfen, ob die Beweislage für die Eröffnung eines Hauptverfahrens ausreicht. Der Beschuldigte bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Eine Entscheidung im Fall wird in den kommenden Monaten erwartet.
