Digitalisierte Stromnetze in Lüneburg zeigen, wie die Energiewende gelingt
Elias Hofmann300 Umspannstellen-Standorte für Pilotprojekt digitalisiert - Digitalisierte Stromnetze in Lüneburg zeigen, wie die Energiewende gelingt
Pilotprojekt in der Region Lüneburg revolutioniert die Stromnetz-Steuerung
Ein Pilotprojekt im Raum Lüneburg verändert grundlegend, wie Stromnetze verwaltet werden. Durch die Digitalisierung von Verteilstationen soll der steigende Bedarf durch erneuerbare Energien effizienter bewältigt werden.
Die Modernisierungsmaßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Dachsolaranlagen die lokalen Netze zunehmend belasten.
Bisher wurden im Rahmen des Projekts 300 Umspannstationen digitalisiert, 170 neue gebaut und 130 bestehende modernisiert. Einige der aufgerüsteten Stationen zieren nun Graffiti-Kunstwerke, um Vandalismus vorzubeugen. Echtzeit-Überwachungs- und Steuersysteme ermöglichen die Leistungsanalyse und verhindern Überlastungen.
Zudem wurde ein digitaler Zwilling entwickelt, der den Stromverbrauch simuliert und berechnet. Dieses Tool hilft Betreibern, Nachfragespitzen vorherzusagen und das Angebot entsprechend anzupassen. Daten aus dezentralen Quellen wie Wärmepumpen und Solaranlagen liefern wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Netzplanung.
Die Informationen fließen direkt in die Netzleitstelle, was schnellere Reaktionen auf Schwankungen ermöglicht. Obwohl das Pilotprojekt seit 2022 läuft, liegen noch keine konkreten Daten vor, wie sich die dezentrale Erzeugung im Vergleich zu früheren Mustern auf die Lastverteilung auswirkt.
Die digitalisierten Umspannstationen ermöglichen nun eine präzisere Netzsteuerung. Betreiber können Upgrades besser planen und Angebot und Nachfrage genauer aufeinander abstimmen. Das Projekt dient als Vorbild für die Bewältigung des wachsenden Energiebedarfs in anderen Regionen.
