Digitaler Steuerbescheid kommt 2027 – was sich für Bürger ändert
Deutschlands Umstieg auf digitale Steuerbescheide verzögert sich bis 2027
Die Einführung der digitalen Steuerbescheide in Deutschland wird sich um ein Jahr auf 2027 verschieben. Die Maßnahme ist Teil des DIVA-Projekts, das die Modernisierung der jährlichen Steuermitteilungen für Bürger vorantreiben soll. Ab diesem Jahr werden die meisten Menschen ihre Bescheide online statt per Post erhalten.
Ursprünglich war das digitale System für 2026 geplant, doch die Frist wurde nun verlängert, um Steuerzahlern und Behörden mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben. Künftig werden die Bescheide automatisch in den digitalen Postfächern über das ELSTER-Portal eingehen.
Wer weiterhin eine Papierversion wünscht, muss diese explizit anfordern. Die neuen Regelungen betreffen auch das Einspruchsverfahren: Sobald der Bescheid im ELSTER-Postfach eingetroffen ist, beginnt die Einspruchsfrist – selbst wenn das Dokument un geöffnet bleibt. Befürworter des Systems argumentieren, dass es die Finanzplanung beschleunigen werde, da Bürger ihre Bescheide sofort nach der Bearbeitung abrufen können.
Deutschlands föderale Struktur und das komplexe Rechtssystem haben die Digitalisierung im Vergleich zu anderen Ländern verlangsamt. Das DIVA-Projekt, das auf § 122a der Abgabenordnung basiert, erfordert die Zusammenarbeit von Bundes- und Landesfinanzbehörden, um die Umstellung umzusetzen.
Der Wechsel 2027 markiert einen wichtigen Schritt in Deutschlands Bemühungen um die Digitalisierung des Steuerwesens. Steuerzahler müssen künftig das ELSTER-Portal nutzen, um ihre Bescheide abzurufen – es sei denn, sie entscheiden sich für die Papierversion. Die Behörden betonen, wie wichtig es ist, sich frühzeitig auf die Umstellung vorzubereiten.
