27 June 2026, 02:06

Dieter Nuhrs Femizid-Äußerungen entfachen hitzige Debatte über Schuld und Verantwortung

Hundertfacher Femizid: Dieter Nuhr sieht 'praktisch null' Gefahr f"ur Frauen

Dieter Nuhrs Femizid-Äußerungen entfachen hitzige Debatte über Schuld und Verantwortung

Der Komiker Dieter Nuhr steht wegen Äußerungen zu Femizid-Statistiken in seinem jüngsten Programm in der Kritik. Er thematisierte die Problematik häuslicher Gewalt durch Partner, von der in Deutschland Frauen überproportional betroffen sind. Seine Aussagen lösten eine Debatte über Verantwortung und kollektive Schuld aus.

2024 wurden in Deutschland 328 Mädchen und Frauen getötet. Fast 80 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt im Land sind weiblich. Nuhr erkannte diese Zahlen an, argumentierte jedoch, dass das Risiko, einen Femizid-Täter als Partner zu wählen, statistisch gesehen gering bleibe.

In seiner Show schlug er vor, Frauen sollten einen potenziellen Partner vor dem ersten Geschlechtsverkehr besser kennenlernen – als Sicherheitsmaßnahme. Kritiker warfen ihm vor, damit indirekt den Opfern eine Mitschuld zuzuweisen. Zudem verteidigte Nuhr Männer gegen das, was er als überzogene und ungerechte Verallgemeinerungen bezeichnete.

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Er bestritt, jemals Witze über Femizide gemacht zu haben, und betonte, dies auch nie tun zu wollen. Sein Fokus lag vielmehr auf der Verwendung des Begriffs „strukturell“, der seiner Meinung nach Männern pauschal kollektive Schuld zuweise. Nuhr betonte, seine Aussagen sollten die Schwere von Gewalt gegen Frauen keinesfalls verharmlosen.

Die Diskussion zeigt, wie brisant das Thema Partnerschaftsgewalt in Deutschland weiterhin ist. Nuhrs Äußerungen lenken den Blick darauf, wie solche Probleme im öffentlichen Diskurs verhandelt werden. Die Debatte darüber, wie man Gewalt bekämpfen kann, ohne Verantwortlichkeiten falsch zuzuweisen, dauert an.

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