10 May 2026, 22:05

DGB attackiert Reformpläne von Union und SPD als sozial ungerecht

Große Menschenmenge vor einem Gebäude protestierend, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Schildständer und einem Baum im Vorder- und Hintergrund.

DGB attackiert Reformpläne von Union und SPD als sozial ungerecht

DGB kritisiert Reformpläne von Union und SPD scharf

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die jüngsten Reformvorschläge von CDU/CSU und SPD scharf verurteilt. In einem Entwurfsbeschluss wirft die Organisation der Bundesregierung tiefe interne Zerrissenheit vor und warnt zugleich vor wachsendem finanziellen und arbeitsplatzbezogenem Druck auf Beschäftigte.

Die DGB-Resolution richtet sich gegen mehrere umstrittene Maßnahmen, darunter die einmalige Prämie von 1.000 Euro und den Tankrabatt. Diese Maßnahmen hätten keine breite Zustimmung gefunden und trügen kaum zur Lösung struktureller Probleme bei, heißt es. Stattdessen warnt der Gewerkschaftsbund vor steigenden Kosten für Versicherte, etwa durch höhere Zuzahlungen im Gesundheitswesen und gekürzte Leistungen.

Zudem lehnt der DGB Kürzungen im gesetzlichen Rentensystem ab und weist Sparpolitik entschieden zurück. Die Führungsspitze stellt sich gegen Pläne, die tägliche Arbeitszeit über acht Stunden hinaus zu verlängern, Feiertage abzuschaffen oder den Kündigungsschutz sowie Rechte für Teilzeitbeschäftigte zu schwächen. Besonders kritisch sieht der Verband die geplante Einführung des teilweisen Krankengelds, die seiner Meinung nach mehr Arbeitnehmer dazu drängen werde, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen – und damit das Problem des Präsentismus verschärfen würde.

Über die inhaltliche Kritik hinaus benennt die Resolution ein grundlegendes Ungleichgewicht: Während Beschäftigte den Großteil der wirtschaftlichen Lasten tragen, entzögen sich viele Unternehmen ihrer Verantwortung. Die Haltung des DGB spiegelt die Frustration über eine Regierung wider, die durch interne Streitigkeiten zu sehr abgelenkt sei, um faire Lösungen zu erarbeiten.

Der Beschluss unterstreicht die Ablehnung von Reformen, die den Arbeitsschutz aushöhlen oder die finanzielle Belastung der Beschäftigten erhöhen könnten. Angesichts der Zerrissenheit der Bundesregierung deuten die Warnungen des DGB auf einen möglichen Konflikt über die künftige Politik hin. Die Entwicklung könnte in den kommenden Monaten die Debatten über Arbeitsbedingungen, Gesundheitskosten und wirtschaftliche Gerechtigkeit prägen.

Quelle