10 May 2026, 10:04

Deutschland sucht dringend Lösungen für die wachsende Abschreckungslücke nach Tomahawk-Aus

Nahaufnahme eines Militärfahrzeugs mit einer runden, grün-weißen Rakete, die seitlich in einem Metallrahmen montiert ist.

Deutschland sucht dringend Lösungen für die wachsende Abschreckungslücke nach Tomahawk-Aus

Deutschland steht vor einer wachsenden „Abschreckungslücke“ nach Streichung der Pläne für US-Tomahawk-Marschflugkörper

Die Absage der Stationierung hat Forderungen nach dringendem Handeln ausgelöst – Verteidigungsfachleute drängen auf eine schnellere Entwicklung europäischer Langstreckenwaffen. Politiker aus Union und SPD fordern nun von Verteidigungsminister Boris Pistorius eine Lösung noch vor 2029.

Die Tomahawk-Raketen sollten ursprünglich als Übergangslösung dienen, während Europa an eigenen modernen, präzisen Langstreckenwaffen arbeitete. Doch US-Präsident Donald Trump kippte die Entscheidung der Biden-Regierung, die Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren – und hinterließ damit eine kritische Fähigkeitslücke.

Der verteidigungspolitische Sprecher Thomas Erndl (CSU) kritisierte die zögerliche Entwicklung der Bundeswehr bei der Ausweitung ihrer Langstreckenkapazitäten. Er verlangt von Pistorius nun einen „Aktionsplan 2029“, um die Glaubwürdigkeit der deutschen Abschreckung zu sichern. Erndl betonte zudem, dass innovative Lösungen junger deutscher Unternehmen gefördert werden müssten – und nicht nur Großprojekte multinationaler Konzerne.

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Auch Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, unterstrich die Dringlichkeit und forderte eine rasche Steigerung der europäischen Raketenproduktion. Sie verwies auf Deutschlands starke industrielle und technologische Basis in der Raketenentwicklung. Möller schlug zudem eine mögliche Zusammenarbeit mit der Ukraine vor, die bereits eine eigene bodengestützte Marschflugkörper-Rakete, die FP-5 Flamingo, entwickelt hat.

Ohne die Tomahawk-Stationierung muss Deutschland nun seine eigenen Raketenprogramme beschleunigen. Die Verteidigungsführung verlangt bis 2029 konkrete Schritte, um eine Sicherheitslücke zu vermeiden. Im Fokus stehen europäische Kooperationen, heimische Innovationen und mögliche Partnerschaften mit der Ukraine, um die Lücke zu schließen.

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