06 May 2026, 14:11

Deutsches Krimifestival diskutiert Rechtsextremismus im Krimi-Format

Balkendiagramm, das die Anzahl der an gewaltsamen Extremismus in den USA beteiligten Muslime seit 2001 zeigt, mit begleitendem Erkl├Ąrungstext.

Deutsches Krimifestival diskutiert Rechtsextremismus im Krimi-Format

Neues Event beim Deutschen Krimifestival widmet sich rechtsextremen Themen durch Krimi-Erzählungen

Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Krimifestivals setzt sich mit Rechtsextremismus durch die Perspektive des Krimi-Genres auseinander. Die Podiumsdiskussion unter dem Titel „Tatort: Rechtsextrem“ untersucht, wie Krimiserien die wachsende Bedrohung durch extremistische Gruppen thematisieren sollten. Begleitet wird die Diskussion von einem Drehbuchwettbewerb, der frische Ideen zu diesem brisanten Thema präsentiert.

Die Veranstaltung ist kostenlos und für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie findet am Donnerstag, dem 7. Mai, um 18:00 Uhr auf der Caligari-Filmbühne in Wiesbaden statt. Die Preisträger des Wettbewerbs werden am folgenden Tag im Rahmen der Verleihung des Deutschen Krimipreises bekannt gegeben.

Das Festival hatte Autor:innen aufgefordert, Drehbücher einzureichen, die sich mit rechtsextremer Gewalt, digitaler Radikalisierung und Angriffen auf marginalisierte Gemeinschaften beschäftigen. Über 60 Einsendungen gingen ein, von denen vier für Live-Lesungen auf der Bühne ausgewählt wurden. Ziel ist es nicht nur, zu unterhalten, sondern eine ernsthafte Debatte über Extremismus in der modernen Gesellschaft anzustoßen.

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An der Podiumsdiskussion wirken drei Expertinnen mit: Tahera Ameer, Laila Stieler und Melvina Kotios. Jede bringt eine eigene Perspektive ein, sodass eine breite Auseinandersetzung darüber entsteht, wie Krimiformate rechtsextreme Ideologien aufarbeiten können. Ihre Einsichten könnten prägend dafür sein, wie künftige Produktionen diese sensiblen, aber dringenden Themen behandeln.

Die Gewinner:innen des Drehbuchwettbewerbs werden am Freitag, dem 8. Mai, während der Verleihung des Deutschen Krimipreises verkündet. Der Wettbewerb unterstreicht das Anliegen des Festivals, Erzählungen als Mittel der gesellschaftlichen Reflexion zu nutzen – und nicht bloße Unterhaltung.

Die Veranstaltung verbindet eine Live-Diskussion mit einem Drehbuchwettbewerb, um herauszufordern, wie Krimiliteratur und -serien sich mit Extremismus auseinandersetzen. Die Preisträger:innen werden am folgenden Tag beim Deutschen Krimipreis bekannt gegeben. Die Organisator:innen hoffen, dass die Debatten Einfluss darauf haben werden, wie künftige Krimiproduktionen reale Bedrohungen durch rechtsextreme Bewegungen aufgreifen.

Quelle