Deutsche Bahn zwischen Rekordumsatz und Milliardenverlust – was kommt als Nächstes?
Elias HofmannDeutsche Bahn zwischen Rekordumsatz und Milliardenverlust – was kommt als Nächstes?
Deutsche Bahn verzeichnet gemischte Bilanz für das vergangene Jahr
Die Deutsche Bahn AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr eine durchwachsene wirtschaftliche Entwicklung gemeldet. Zwar stieg der Umsatz um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro, doch verbuchte das Unternehmen nach Steuern einen Nettoverlust von 2,3 Milliarden Euro. Bei ihrer ersten Jahrespressekonferenz am Freitag skizzierte Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla ihre Pläne zur Umstrukturierung des Konzerns.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 630 Millionen Euro auf 297 Millionen Euro. Dennoch warnte Palla, dass die Umsätze künftig aufgrund der bis 2036 andauernden Großsanierungen zurückgehen könnten. Ihr Fokus liege darauf, durch tiefgreifende Reformen eine nachhaltige Profitabilität zu erreichen.
Bereits hat Palla erste Schritte zur Straffung der Organisation eingeleitet: Der Vorstand wurde verkleinert, und die erste Führungsebene darunter wurde aufgelöst. Weitere Maßnahmen zur Verschlankung der Verwaltung sind in diesem Jahr geplant, um Effizienz und Agilität zu steigern.
Ein ungelöstes Problem bleibt der verzögerte Bahnknoten Stuttgart 21. Palla bestätigte, dass vor dem Sommer kein neuer Eröffnungstermin genannt werde. Unterdessen treibt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ein Maßnahmenpaket voran, um die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Schienennetzes zu verbessern.
Die Deutsche Bahn steht vor herausfordernden Monaten. Das Unternehmen spürt den Rotstift an, baut die Führungsebene um und stemmt langfristige Infrastrukturprojekte. Trotz Umsatzwachstums bleiben die Verluste hoch – und weitere Veränderungen zeichnen sich ab.






