Deutsche Bahn streicht frühe ICE-Züge zwischen Rostock und Hamburg – Pendler protestieren
Nina WalterReduzierte Fernverkehrszüge nach Bahnsanierung - Deutsche Bahn streicht frühe ICE-Züge zwischen Rostock und Hamburg – Pendler protestieren
Deutsche Bahn streicht ab Mai zwei frühe ICE-Verbindungen zwischen Rostock und Hamburg
Die Streichung ist Teil von Gleissanierungen auf der Strecke Hamburg–Berlin. Pendler und lokale Politiker zeigen sich verärgert über die Änderungen.
Der erste ICE von Rostock nach Hamburg fährt künftig erst um 7:04 Uhr ab und trifft um 9:12 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof ein. Kritiker bemängeln, dass diese Uhrzeit für viele Reisende unpraktisch ist, die auf frühere Verbindungen angewiesen sind. Die Deutsche Bahn schlägt als Alternative die Regionalexpress-Linie RE 1 vor, die jedoch etwa 20 Minuten längere Fahrzeiten mit sich bringt.
Scharfe Kritik von Politikern Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) verurteilte die Streichungen und bezeichnete die Frühverbindungen als unverzichtbar für Pendler und die wirtschaftliche Attraktivität der Region. Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Daniel Peters, kündigte an, das Thema mit der neuen DB-Chefin Evelyn Palla zu besprechen, die seit Oktober 2025 im Amt ist. Peters warf der Ministerpräsidentin vor, sich nicht früh genug mit der Problematik befasst zu haben.
Der verkehrspolitische Sprecher der AfD, Stephan J. Reuken, warf der rot-rot geführten Landesregierung vor, von den geplanten Streichungen im Voraus gewusst, aber nicht gehandelt zu haben. Der Streit unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen regionalen Verantwortungsträgern und dem Bahnkonzern angesichts von Serviceeinschränkungen.
Fahrgäste mit weniger Optionen Die Änderungen treten im Mai in Kraft und lassen Reisenden weniger Möglichkeiten für frühe Fahrten. Die Deutsche Bahn betont, der RE 1 biete eine tragfähige Alternative – wenn auch mit längeren Fahrzeiten. Lokale Politiker fordern weiterhin eine Rücknahme der Entscheidung.
