10 June 2026, 10:04

Dehoga-Chef fordert von Politik schnelle Reformen vor Krisengipfel

Vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Dehoga-Chef warnt vor Klassenkampf und fordert neues Arbeitszeitgesetz

Dehoga-Chef fordert von Politik schnelle Reformen vor Krisengipfel

Ingo Schimke, der Chef des Dehoga-Gastgewerbeverbands, hat die Politik zu zügigem Handeln bei zentralen Reformen aufgefordert. Er betonte, dass die Zeit dränge und die Verantwortlichen ihre Versprechungen nun einlösen müssten. Die Branche blickt gespannt auf den anstehenden Krisengipfel im Kanzleramt, von dem sie sich Lösungen erhofft.

Schimke äußerte sich besorgt über mehrere Vorhaben, die die Arbeitskosten für Unternehmen erhöhen könnten. Besonders kritisierte er den Plan von DGB-Chefin Yasmin Fahimi für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge. Solche Maßnahmen würden seiner Ansicht nach weder das Wachstum fördern noch die Jobchancen verbessern. Stattdessen würden sie Bürokratie schaffen und die tatsächlichen Kosten für Arbeitgeber in die Höhe treiben.

Er argumentierte, dass Pragmatismus und nicht Klassenkampf nötig seien, um stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft zu schaffen. Selbst Gewerkschaften, so Schimke, seien auf eine florierende Wirtschaft angewiesen. Das Arbeitszeitgesetz bleibt für ihn ein zentrales Anliegen – er hofft, dass der Krisengipfel vor der Sommerpause eine einheitliche Wochenarbeitszeit beschließen wird.

Schimke erwartet von den Koalitionsspitzen, dass sie bei den vereinbarten Reformen entschlossen vorangehen. Der Gipfel könnte seiner Meinung nach ein starkes Signal an Unternehmen und Beschäftigte senden.

Die Gastronomiebranche beobachtet die Vorbereitungen auf den Krisengipfel genau. Eine Entscheidung zu den Arbeitszeitreformen könnte bald fallen. Schimkes Warnungen unterstreichen, wie dringend praktikable Lösungen statt kostspieliger Pläne benötigt werden.

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