Das traurige Ende des Creative Club: Vom Boom zur finalen Pleite
Der Creative Club, einst Europas größter Online-Stoffhändler, hat endgültig geschlossen. Das Unternehmen konnte sich nicht von den Insolvenzverfahren erholen und hat nun alle Aktivitäten eingestellt. Die Lager in Schönefeld und Halstenbek wurden geräumt, der verbleibende Warenbestand wurde liquidiert.
Das Unternehmen startete 2003 unter dem Namen fabfab, bevor es 2021 in The Creative Club umbenannt wurde. Trotz starker Umsätze – während der Pandemie lagen sie bei über 50 Millionen Euro pro Jahr – gelang es nie, profitabel zu arbeiten. Jahre lang deckte eine in Luxemburg ansässige Holdinggesellschaft die Verluste ab, doch diese finanzielle Stütze versiegte schließlich.
Am 1. Januar begannen die Insolvenzverfahren, was zu ausstehenden Mieten und Löhnen führte. Das Lager in Schönefeld, das einst bis zu 4.000 Sendungen täglich abwickelte, wurde ebenso geschlossen wie der Standort in Halstenbek. Öffentliche Angaben dazu, wie sich die Schließung auf lokale Arbeitsplätze auswirkte oder ob ehemalige Mitarbeiter neue Chancen erhielten, gibt es nicht.
Das Ende des Creative Club markiert das Aus eines langjährigen Online-Händlers. Die Lager sind leer, die Ware ist verkauft, und ein Weiterbetrieb ist ausgeschlossen. Dass das Unternehmen trotz hoher Umsätze nie Gewinne erwirtschaftete, besiegelte letztlich seinen Untergang.
