"Chemnitz Revolte": Stille vor dem Sturm oder Ende der rechtsextremen Gruppe?
Nina WalterRechtsaußen 'Chemnitz Aufstand' bleibt unter Beobachtung - "Chemnitz Revolte": Stille vor dem Sturm oder Ende der rechtsextremen Gruppe?
Die rechtsextreme Gruppe Chemnitz Revolte ist seit Mitte 2025 inaktiv, doch die Behörden bleiben wachsam. Bekannt für gewalttätige Übergriffe und extremistische Aktivitäten wird die Organisation weiterhin von einer speziellen Polizeieinheit in Chemnitz untersucht.
Erstmals auf sich aufmerksam wurde die Gruppe durch ihre Beteiligung an anti-queeren Protesten, insbesondere während der Veranstaltungen zum Christopher Street Day. Im vergangenen Jahr wurden 16 Straftaten – darunter mehrere gewalttätige Angriffe – ihren Mitgliedern zugerechnet.
Anfang 2025 wurde über ein vollständiges Verbot der Chemnitz Revolte nach deutschem Recht diskutiert. Die Ermittlungen konzentrierten sich auch auf den Verdacht der Bildung bewaffneter Gruppen, ein schweres Vergehen nach Paragraf 128 des Strafgesetzbuchs. Trotz dieser Maßnahmen sollen einige Mitglieder im Juli an einem rechtsextremen Aufmarsch außerhalb Sachsens teilgenommen haben.
Eine Sonderermittlungsgruppe der Chemnitzer Polizei prüft weiterhin die früheren Straftaten der Gruppe. Zwar wurden jüngst keine Aktivitäten festgestellt, doch die Behörden fragen sich, ob sich die Organisation tatsächlich aufgelöst hat oder lediglich in den Untergrund abgetaucht ist.
Die Sicherheitsbehörden behalten die Chemnitz Revolte trotz fehlender sichtbarer Aktivitäten im Blick. Die laufenden Ermittlungen zu Gewaltdelikten und der möglichen Bildung bewaffneter Strukturen machen die Gruppe weiterhin zu einem Schwerpunkt für die Strafverfolgungsbehörden.
