CDU will Mindestlohn für Erntehelfer kippen – SPD widerspricht scharf
Lara BraunBewerbung zum Bundesparteitag: CDU fordert Mindestlohn-Ausnahmen für Saisonarbeiter - CDU will Mindestlohn für Erntehelfer kippen – SPD widerspricht scharf
Die Christlich Demokratische Union (CDU) setzt sich dafür ein, Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft vom Mindestlohn auszunehmen. Der Vorschlag richtet sich an Arbeiter, die nur während der Erntezeit beschäftigt sind, nicht aber in Vollzeitstellen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hatte sich zuvor bereits unterstützend zu der Idee geäußert.
Der Deutsche Bauernverband fordert, den Mindestlohn für Saisonkräfte auf 80 Prozent des üblichen Satzes zu begrenzen. Die CDU argumentiert, dass diese Kürzung mehr Arbeitern den Zugang zu zeitlich begrenzten Jobs in der Landwirtschaft ermöglichen würde.
Ein früherer Versuch, eine solche Ausnahme einzuführen, stieß auf starken Widerstand. Die Sozialdemokraten (SPD) lehnten den Plan entschieden ab. Generalsekretär Tim Klüssendorf betonte, Saisonarbeiter hätten Anspruch auf Löhne, die sie vor Armut schützen. Ausnahmen für diese Gruppe seien inakzeptabel, so Klüssendorf.
Zuvor war keine bestimmte Gruppe oder Person als treibende Kraft hinter der Initiative benannt worden, bis ein juristischer Berater die Ausnahme im Juli für rechtlich undurchführbar erklärte.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Abwägung zwischen fairer Bezahlung und den Bedürfnissen der saisonalen Landwirtschaft. Sollte die Ausnahmeregelung genehmigt werden, würde sie nur für kurzfristig beschäftigte Erntehelfer gelten. Der Widerstand der SPD deutet jedoch auf weitere politische Auseinandersetzungen hin.
