CDU verpasst knappen Sieg gegen Grünen in Baden-Württemberg – Söder übt harte Kritik
Nina WalterSöder: Schmutzkampagne verantwortlich für Hagels Niederlage - CDU verpasst knappen Sieg gegen Grünen in Baden-Württemberg – Söder übt harte Kritik
CDU verpasst knappe Mehrheit bei Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 verlor die CDU haarscharf gegen die Grünen und landete mit nur 0,5 Prozentpunkten Rückstand auf Platz zwei. Markus Söder, Vorsitzender der CSU, kritisierte den Wahlkampf als "schmutzig" und warf der CDU vor, durch umstrittene Taktiken den Sieg verschenkt zu haben. Gleichzeitig gratulierte er Cem Özdemir zum Erfolg, relativierte diesen jedoch als breiten Aufschwung der Grünen.
Die Grünen erreichten 30,2 Prozent der Stimmen und lagen damit knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent. Dennoch sicherte sich die CDU 56 der 70 Direktmandate – ein Zeichen für ihre starke lokale Verankerung. Söder argumentierte, ohne bestimmte umstrittene Videos hätte der CDU-Kandidat Manuel Hagel die Wahl gewonnen.
Eine Niederlage der Union als Ganzes wollte Söder nicht eingestehen. Stattdessen bezeichnete er den Wahlkampf als "inakzeptabel" und forderte eine grundsätzliche Debatte über dessen Führung. Die Idee einer "grünen Renaissance" wies er zurück und betonte, Özdemirs Sieg sei kein Teil eines übergeordneten Trends.
Für die Zukunft mahnte Söder die CDU an, sich mit "maximaler Konzentration" auf Wirtschaftsthemen zu besinnen. Trotz politischer Differenzen zeigte er sich bereit, mit Özdemir zusammenzuarbeiten.
Das knappe Ergebnis lässt Baden-Württemberg in einer Pattsituation zurück, auch wenn die CDU die meisten Direktmandate hält. Söders Kritik am Wahlkampf deutet auf interne Diskussionen hin. Zwar führen die Grünen derzeit mit minimalem Vorsprung, doch die starken CDU-Hochburgen könnten die künftigen Koalitionsverhandlungen prägen.
