CDU-Politiker Frank Bommert stürzt über NS-Video in die Kritik – und tritt zurück
Nina WalterCDU-Politiker Frank Bommert stürzt über NS-Video in die Kritik – und tritt zurück
Ein CDU-Politiker in Brandenburg hat nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit heftige Kritik geerntet. Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei, hatte den Clip zunächst auf Instagram gepostet, bevor er ihn wieder löschte. Der Vorfall löste eine interne Prüfung aus und führte zu einem offiziellen Verweis durch die CDU.
In dem Video waren Uniformierte zu sehen, die auf historischen Motorrädern der Wehrmacht fuhren. Bommert lehnte zunächst eine Stellungnahme ab, als die Kritik lauter wurde. Später räumte er ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtages zurück.
Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert für Aufsehen sorgt. Bereits zuvor war er wegen eines WhatsApp-Status, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete, in die Kritik geraten. Diesmal reagierte die CDU schnell, erteilte einen offiziellen Verweis, verzichtete jedoch darauf, ihn aus seinen Parteiämtern zu entlassen.
Steeven Bretz, Fraktionschef der CDU, verurteilte sowohl den Inhalt des Videos als auch dessen Verbreitung. Er kündigte eine interne Aussprache sowie ein direktes Gespräch mit Bommert an. In den vergangenen Jahren gab es keine vergleichbaren Vorfälle, bei denen andere CDU-Abgeordnete in Brandenburg öffentlich diszipliniert wurden.
Die CDU hat zwar Konsequenzen gezogen, über den Verweis hinaus aber keine weiteren Sanktionen verhängt. Bommerts Rücktritt vom Vorsitz des Wirtschaftsausschusses ist eine direkte Folge der Affäre. Die Partei will den Vorfall nun intern aufarbeiten, um künftige Zwischenfälle zu vermeiden.






