17 June 2026, 17:28

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe nach umstrittenem Wahlkampfauftritt

CDU-Fraktionschef Heuer bestreitet AfD-Nähe-Vorwurf

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe nach umstrittenem Wahlkampfauftritt

Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Ulrich Siegmund, zurückgewiesen. Er nahm Stellung zu jüngster Kritik, nachdem ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung für Aufsehen gesorgt hatten.

Heuer bezeichnete die Aufnahmen als irreführend und betonte, sie vermittelten einen „völlig falschen Eindruck“ einer Zusammenarbeit. Zwar räumte er ein, dass seine Geste, nach Siegmunds Mikrofon zu greifen, als verdächtig wahrgenommen werden könne, bestritt jedoch jede absichtliche Kooperation.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In einer weitergehenden Stellungnahme bezeichnete Heuer die AfD als ein „Dilemma“ für die CDU. Zwar erkannte er die rechtsextreme Ausrichtung der Partei an, verwies jedoch auf deren demokratische Präsenz im Parlament. Die CDU müsse die AfD inhaltlich bekämpfen, sich gleichzeitig aber an die parlamentarischen Spielregeln halten, so Heuer.

Er wies auch Bedenken hinsichtlich der Herkunft parlamentarischer Unterstützung zurück. Für ihn hänge die Qualität einer politischen Position nicht davon ab, wer sie unterstütze. Stattdessen lud er alle Fraktionen im Landtag ein, die CDU in zentralen Fragen zu unterstützen.

Kritisch äußerte sich Heuer über die öffentliche Aufmerksamkeit, die der Vorfall erhalten habe. Diese lenke von drängenderen Themen ab, etwa von Bürokratieabbau und Fachkräftemangel.

Mit seinen Äußerungen will Heuer seine Handlungen erklären und die Debatte auf sachpolitische Themen lenken. Die CDU in Sachsen-Anhalt bleibt damit in der schwierigen Balance zwischen Abgrenzung zur AfD und der Bewältigung wirtschaftspolitischer Prioritäten. Die Diskussion um den Vorfall scheint noch nicht abgeschlossen, doch die Partei bleibt in ihrer Haltung konsequent: Sie will dem Einfluss der AfD entschlossen entgegenwirken.

Quelle