CDU-Büro in Jena mit beleidigendem Graffiti beschmiert – Polizei ermittelt wegen Hassparole
Lara BraunGraffiti an der CDU-Zentrale in Jena richtet sich gegen Bundeskanzler Merz - CDU-Büro in Jena mit beleidigendem Graffiti beschmiert – Polizei ermittelt wegen Hassparole
CDU-Büro in Jena mit beleidigenden Graffiti beschmiert – Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung
In der Nacht wurde das CDU-Büro in Jena mit provokanten Parolen beschmiert. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Sachbeschädigung aus. Unbekannte Täter hinterließen unter anderem den Spruch "Merz leck Eier" – eine Parole, die bereits zuvor auf einem Protestschild in Berlin zu sehen war. Die örtliche Parteigliederung verurteilte den Vorfall scharf als Angriff auf demokratische Einrichtungen.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie wiederholter Angriffe auf dasselbe Gebäude ein. In den vergangenen Jahren waren CDU-Büros in Jena und anderen deutschen Städten immer wieder Ziel ähnlicher Vorfälle, bei denen es häufig zu Graffiti-Schmierereien oder Zerstörungen kam. Die Behörden prüften bereits mögliche Verbindungen zu linksextremistischen Gruppen oder Protestbewegungen, doch die meisten Fälle blieben ungeklärt.
Bei den aktuellen Schmierereien fand sich erneut der Spruch "Merz leck Eier", der bereits in Berlin für Aufsehen gesorgt hatte, nachdem die Polizei ein Plakat mit derselben Aufschrift beschlagnahmt hatte. Die Jenaer CDU bezeichnete den Angriff als Teil eines besorgniserregenden Trends: Politische Auseinandersetzungen arteten zunehmend in persönliche Beleidigungen und Sachbeschädigungen aus.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bisher gibt es keine Tatverdächtigen, doch der Fall wird als vorsätzliche Straftat behandelt.
Die CDU forderte eine Rückkehr zu einer sachlichen politischen Debattenkultur und warnte, dass solche Angriffe demokratische Werte untergraben. Die lokale Parteigliederung betonte, dass Vandalismus – unabhängig von politischen Differenzen – nicht toleriert werden dürfe. Die Ermittlungen laufen noch.
