07 April 2026, 08:05

Carbonbewehrter Beton soll die Baubranche revolutionieren – Pilotprojekt gestartet

Betongebäude mit einem Weg, umgeben von grünem Gras, Pflanzen und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Carbonbewehrter Beton soll die Baubranche revolutionieren – Pilotprojekt gestartet

Ein neues Forschungsprojekt will die Baubranche revolutionieren, indem es die Produktion von carbonbewehrtem Beton im großen Maßstab vorantreibt. Die Initiative unter der Leitung der Leipziger Kahnt & Tietze GmbH wurde offiziell im CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet. Beteiligt sind die HTWK Leipzig, die TU Dresden sowie mehrere Industrieunternehmen, die bis 2029 zusammenarbeiten werden.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Etablierung von carbonbewehrtem Beton als Standardbaumaterial. Diese Alternative zu stahlbewehrtem Beton benötigt deutlich weniger Ressourcen – in manchen Fällen bis zu 80 Prozent weniger. Zudem ermöglicht sie leichtere, schlankere und langlebigere Konstruktionen.

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In den kommenden vier Jahren soll in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und getestet werden. Ziel ist es, die Technologie aus den Forschungslaboren in die industrielle Serienproduktion zu überführen. Die deutsche Bundesregierung fördert das Vorhaben mit rund 14 Millionen Euro.

Neben der Ressourcenschonung zielt das Projekt auf eine Verringerung der Treibhausgasemissionen ab – sowohl beim Bau als auch im Gebäudebetrieb. Die Zusammenarbeit vereint akademisches Know-how der TU Dresden und der HTWK Leipzig mit industrieller Expertise.

Die Pilotanlage in Leipzig dient als Testumgebung für die Großserienfertigung. Bei Erfolg könnte carbonbewehrter Beton künftig zum Standardmaterial im Bauwesen werden. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2029 geplant.

Quelle