"Cap San Diego" startet Millionen-Restaurierung mit Hilfe von Ehrenamtlichen und Bundesagentur für Arbeit
Lara Braun"Cap San Diego" in der Werft: Keine Freiwilligen, kein Go - "Cap San Diego" startet Millionen-Restaurierung mit Hilfe von Ehrenamtlichen und Bundesagentur für Arbeit
Das historische Museumsschiff Cap San Diego bricht zu einer umfassenden Restaurierung im Wert von 1,5 Millionen Euro in Bremerhaven auf. Von seinem üblichen Liegeplatz in Hamburg aus startend, wird das Schiff umfangreiche Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten durchlaufen, bevor es Ende März zurückkehrt. Dutzende Ehrenamtliche werden gemeinsam mit Fachleuten eine zentrale Rolle bei den anstehenden Arbeiten spielen.
Die Cap San Diego ist seit Jahrzehnten ein schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs. Im Besitz der Hamburgischen Admiralitätsstiftung ist sie auf öffentliche Mittel angewiesen – darunter eine kürzlich bewilligte Förderung von 750.000 Euro durch die Bundesagentur für Arbeit –, um die Restaurierungskosten zu decken. Mit rund 120.000 Besuchern jährlich tragen auch die Eintrittsgelder dazu bei, den Betrieb des Schiffs aufrechtzuerhalten.
Bei der Restaurierung stehen sowohl strukturelle als auch optische Arbeiten an. Werftmitarbeiter und Freiwillige werden die Treibstofftanks reinigen, Anker und Winden überholen sowie den Rumpf unter der Wasserlinie neu streichen. Gaby Liedtke, eine von etwa 120 Ehrenamtlichen, wird sich auf Holz- und Metallarbeiten konzentrieren, darunter den Abbau einer Treppe und das Neueinlassen von Oberflächen.
Nach Abschluss der Arbeiten kehrt die Cap San Diego rechtzeitig zum Hafengeburtstag Anfang Mai nach Hamburg zurück. Während des Events wird sie Gästefahrten anbieten, bei denen viele der gleichen Freiwilligen an Bord sein werden. Das Schiff ist das letzte erhaltene von sechs baugleichen Frachtern, die zwischen 1961 und 1962 für Hamburg Süd gebaut wurden.
Die Cap San Diego bleibt bis Ende März in Bremerhaven, bevor sie ihre Rolle als Museum und Touristenattraktion wieder aufnimmt. Zurück in Hamburg wird sie weiterhin auf eine Mischung aus öffentlichen Mitteln, Besuchereinnahmen und ehrenamtlichem Engagement angewiesen sein, um ihr maritimes Erbe zu bewahren.






