Cadolzburg prüft Trinkwassernetz: Warum Gärtner jetzt betroffen sind
Elias HofmannCadolzburg prüft Trinkwassernetz: Warum Gärtner jetzt betroffen sind
In Cadolzburg ist eine öffentliche Debatte über die kommunale Wasserversorgung entbrannt. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Kleingartenanlagen, wo vorsorgliche Maßnahmen ergriffen werden, um das Trinkwassernetz zu schützen – nicht wegen Engpässen, sondern aus Gründen des Gesundheitsschutzes.
Die Gemeinde hat unter der Leitung des neuen Werkleiters Burkhard Bittner eine umfassende Prüfung ihrer Wasser- und Abwassersysteme eingeleitet. Dieser Prozess wird voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern und zielt darauf ab, die Anlagen zu modernisieren und mögliche Risiken zu identifizieren.
Bürgermeisterin Sarah Höfler und die städtischen Werke haben Befürchtungen über langfristige Wasserknappheit zurückgewiesen. Sie betonen, dass das Trinkwasser in Cadolzburg weiterhin sicher und in vollem Umfang verfügbar sei. Parallel zur Prüfung werden neue Wasserquellen erschlossen und alte Brunnen reaktiviert, um die Versorgung abzusichern.
Die Stadt überarbeitet zudem ihre Satzungen, um für die Bürger mehr Klarheit zu schaffen – ohne jedoch Gebühren zu erhöhen. Für Gärtner, die von den Änderungen betroffen sind, stellt die Verwaltung vorübergehende Lösungen bereit, während an einer dauerhaften, rechtlich einwandfreien Regelung gearbeitet wird.
Die Überprüfung soll sicherstellen, dass alle Systeme den aktuellen technischen Standards entsprechen. Zusätzliche Wasserquellen und die Wiederinbetriebnahme alter Brunnen werden die Infrastruktur stärken. Die Gemeinde bleibt entschlossen, die Versorgung mit essenziellen Dienstleistungen ohne Unterbrechung zu gewährleisten.

