Bundeswehr verdoppelt Schulbesuche – über 2.000 Einsätze in drei Monaten
Nina WalterBundeswehr verdoppelt Schulbesuche – über 2.000 Einsätze in drei Monaten
Die Bundeswehr hat ihre Präsenz an deutschen Schulen deutlich ausgebaut. Allein im ersten Quartal 2024 führte die Armee bundesweit 2.013 Besuche durch. Kritiker werfen dem Militär vor, damit Jugendliche frühzeitig an das militärische Leben heranzuführen.
Am häufigsten war die Bundeswehr in Bayern vertreten: Dort gab es im ersten Quartal 562 Schulbesuche. Nordrhein-Westfalen folgte mit 291 Einsätzen, Niedersachsen verzeichnete 269. Baden-Württemberg zählte im selben Zeitraum 219 Veranstaltungen an Schulen.
Zudem besuchte die Bundeswehr 20 Universitäten in ganz Deutschland. Zwar ist es der Armee erlaubt, Schulen zu betreten, doch eine aktive Anwerbung von Schülern für den Dienst ist gesetzlich untersagt.
Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Linken, kritisierte den wachsenden Trend scharf. Uniformierte Jugendoffiziere und Berufsberater an Schulen bezeichnete sie als "strategische Instrumente". Ihr Ziel sei es, Minderjährige gezielt an militärische Strukturen heranzuführen, so Gohlke.
Die Zahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei den Schulbesuchen der Bundeswehr in den letzten Jahren. Mit über 2.000 Einsätzen in nur drei Monaten bleibt die militärische Jugendarbeit ein umstrittenes Thema. Zwar verbieten gesetzliche Vorgaben die direkte Anwerbung, doch Kritiker hinterfragen die langfristigen Auswirkungen dieser Kontakte.






