Bundesländer fordern Rückkehr zum dauerhaften Integrationszuschuss für Geflüchtete
Finn FuchsBundesländer fordern Rückkehr zum dauerhaften Integrationszuschuss für Geflüchtete
Eine Gruppe deutscher Bundesländer setzt sich für die Wiedereinführung eines dauerhaften Integrationszuschusses für Geflüchtete ein. Sie argumentieren, dass die aktuellen Mittel des Bundes die steigenden Kosten für die Unterstützung von Asylsuchenden nicht mehr decken. Die Integrationsministerin von Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer, führt die Forderung nach einer Änderung an und warnt, dass die Kommunen ohne stärkere finanzielle Unterstützung nicht mehr auskommen.
Von 2016 bis 2023 erhielt die Länder jährlich eine Pauschale vom Bund, um flüchtlingsbezogene Ausgaben zu decken. Diese Förderung erreichte 2019 mit 2,44 Milliarden Euro ihren Höchststand. Seit 2024 erhalten die Bundesländer jedoch stattdessen eine feste Zahlung von 7.500 Euro pro neuem Asylantragsteller.
Die Länder kritisieren nun, dass dieses Pro-Kopf-System die tatsächlichen Kosten nicht deckt. Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen haben sich Nordrhein-Westfalen angeschlossen und fordern eine Rückkehr zum früheren Fördermodell. Schäffer betonte, dass ein funktionierendes Integrationssystem auf verlässliche Unterstützung durch den Bund angewiesen ist.
Laut Schäffer reichen die aktuellen Beiträge des Bundes schlicht nicht aus. Sie wies darauf hin, dass die Kommunen auf diese Mittel angewiesen sind, um grundlegende Leistungen für Geflüchtete aufrechtzuerhalten. Die Länder fordern zudem ein langfristiges Engagement des Bundes, um die finanzielle Last der Integration gemeinsam zu tragen.
Der Vorschlag sieht vor, dass der Bund einen dauerhaften Zuschuss zur Deckung der Integrationskosten wieder einführt. Sollte die Änderung durchgesetzt werden, würde die Förderung wieder zu einem System zurückkehren, das den Ländern und Kommunen planbarere Unterstützung bietet. Das Ergebnis wird entscheiden, wie Deutschland die finanziellen Herausforderungen der Integration von Geflüchteten in den kommenden Jahren bewältigt.






