17 June 2026, 17:04

Bremer Buchhandlung provoziert mit Kulturminister-Porträt und umstrittenem Slogan

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

Bremer Buchhandlung provoziert mit Kulturminister-Porträt und umstrittenem Slogan

Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen präsentiert provokante neue Fassade mit Kulturminister-Porträt

Die Bremer Buchhandlung „Golden Shop“ hat eine auffällige neue Fassade enthüllt, die ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer sowie handschriftliche Zitate von ihm zeigt. Zum Redesign gehört auch ein Stofftransparent mit einem umstrittenen Slogan, der dem Laden einst eine renommierte Auszeichnung kostete.

Sechs Personen brachten ein großes Stoffbanner an der Giebelseite der Buchhandlung an. Darauf prangte der Spruch „Deutschland verrecke bitte“, der bereits zur Disqualifizierung des Ladens beim Deutschen Buchhandlungspreis 2026 geführt hatte. Ursprünglich sollte das Geschäft als „herausragende Buchhandlung“ mit 15.000 Euro prämiert werden.

Die Fassade zeigt nun Weimers Porträt zusammen mit persönlichen Zitaten des Ministers. Dennoch bestätigte Inhaberin Ausma Zvidrina, dass die Buchhandlung seine Bücher weiterhin nicht führen werde. Später teilte sie auf Instagram Fotos des Redesigns und markierte den Minister mit der Nachricht: „Hey Weimi, gefällt dir unsere neue Fassade besser? Wir lieben dich und deine geistigen Ergüsse. Gib uns bitte den Preis.“

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Zudem verkauft die Buchhandlung nun Tassen mit dem Aufdruck „The Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“. Erst kürzlich erhielt sie eine – wenn auch ironische – Auszeichnung als „beste vom Verfassungsschutz beobachtete Buchhandlung“. Eine offizielle Distanzierung von linksextremen Positionen erfolgte im Rahmen des Redesigns nicht.

Trotz der provokanten Neugestaltung bleibt der Buchhandlung der ursprüngliche Preis in Höhe von 15.000 Euro verwehrt. Doch die neue Ästhetik und das Merchandising sorgen weiterhin für Aufmerksamkeit. Mit spielerischem Widerspruchsgeist und der unerwarteten Erwähnung durch den Verfassungsschutz schreibt der „Golden Shop“ ein bemerkenswertes Kapitel seiner Geschichte.

Quelle