22 May 2026, 22:07

Braunschweig übernimmt VW-Kita – und stellt Pläne für Neubau infrage

Die Stadt übernimmt nun diesen Unternehmens-Kindergarten vollständig

Braunschweig übernimmt VW-Kita – und stellt Pläne für Neubau infrage

Große Umstellung bei der Kinderbetreuung in Braunschweig: Volkswagen Financial Services schließt betriebseigene Kita „Freche Daxe“

In Braunschweig steht ein grundlegender Wandel in der Kinderbetreuung bevor: Die Volkswagen Financial Services (VW FS) werden ihre hauseigene Kita „Freche Daxe“ schließen. Dadurch geht die Verantwortung für den Großteil der Betreuungsplätze auf die Stadt über – gleichzeitig stellt sich die Frage, wie es mit einer geplanten neuen Einrichtung in Wenden-West weitergeht.

Seit 2008 hatte VW FS die Kita vollständig selbst finanziert und dabei überdurchschnittliche Personalschlüssel sowie bilinguale Programme angeboten. Doch das Unternehmen teilte der Stadt kürzlich mit, dass die Nachfrage nach betrieblicher Kinderbetreuung stark zurückgegangen sei. Folglich wird die Einrichtung geschlossen, und Braunschweig übernimmt ab August sieben der zehn bestehenden Kitagruppen.

Zwei weitere Gruppen waren bereits zuvor in die städtische Trägerschaft gewechselt. Allerdings bleiben 55 Plätze weiterhin für Kinder von VW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern reserviert. Dafür zahlt das Unternehmen jährlich rund 475.000 Euro. Die Stadt hingegen rechnet durch die Übernahme mit jährlichen Mehrkosten von etwa 1,15 Millionen Euro.

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Die Veränderung könnte auch Auswirkungen auf die Pläne für eine neue Kita in Wenden-West haben. Da weniger Kinder einen Betreuungsplatz benötigen, könnte die Stadt hohe Baukosten sparen – möglicherweise wird das Projekt sogar komplett gestrichen.

Mit der Schließung der „Frechen Daxe“ endet eine langjährige Tradition der betrieblichen Kinderbetreuung bei VW FS. Die Stadt wird künftig den Großteil der betroffenen Gruppen verwalten, während das Unternehmen weiterhin einen Teil der reservierten Plätze finanziert. Durch die Umstellung könnten zudem Kosten eingespart werden, da der Bedarf an neuen Kita-Gebäuden in der Region sinkt.

Quelle