Brandenburgs SPD und CDU bilden überraschend neue Koalition nach BSW-Debakel
Nina WalterBSW-Fraktionschef Lüders: "Das ist ein Sumpf" - Brandenburgs SPD und CDU bilden überraschend neue Koalition nach BSW-Debakel
Neue Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU in Brandenburg ersetzt gescheiterte SPD-BSW-Allianz
Nach dem Zusammenbruch der SPD-BSW-Koalition in Brandenburg steht nun eine neue Regierungsvereinbarung zwischen SPD und CDU bevor. Der Wechsel folgt auf wochenlange Turbulenzen, nachdem interne Streitigkeiten die BSW-Fraktion im Landtag zerrüttet hatten. Parteichef Niels-Olaf Lüders hat sich nun zum rasanten Niedergang seiner Partei geäußert.
Die SPD-BSW-Koalition in Brandenburg war am 6. Januar 2026 gescheitert. Machtkämpfe innerhalb der BSW führten dazu, dass mehrere Abgeordnete sowohl die Partei als auch die Fraktion verließen. Die Austritte destabilisierten die Regierung und zwangen die SPD, nach neuen Partnern zu suchen.
Mitte Januar begannen SPD und CDU mit Sondierungsgesprächen. Zwei ehemalige BSW-Abgeordnete traten der SPD bei, was der neuen Allianz eine knappe Mehrheit von zwei Stimmen verschaffte. SPD-Chef Dietmar Woidke und der CDU-Vorsitzende Jan Redmann haben seitdem eine Einigung erzielt, die sie voraussichtlich um den 11. März 2026 vorstellen wollen.
Lüders bezeichnete die internen Konflikte als ein "Schlangenloch" und gab zu, von ihrer Heftigkeit überrascht worden zu sein. Er wies Vorwürfe zurück, die Streitigkeiten seien inszeniert gewesen, räumte jedoch ein, die BSW habe einen "Crashkurs" darin erlebt, wie schnell junge Parteien zerbrechen können. Die neue SPD-CDU-Koalition wird nun ein Sparprogramm umsetzen, um das milliardenschwere Haushaltsdefizit Brandenburgs zu bekämpfen – ein Schritt, der die Rückkehr der CDU als stabilisierenden Partner markiert.
Mit der SPD-CDU-Vereinbarung endet Brandenburgs kurzes Experiment mit der BSW. Die geplanten Haushaltskürzungen werden die nächste politische Phase des Landes prägen. Da die CDU nun eine zentrale Rolle einnimmt, spiegelt der Wandel auch größere Verschiebungen in den regionalen Machtverhältnissen wider.
