22 March 2026, 04:06

BP verkauft Gelsenkirchener Raffinerie und entlastet Bilanz um Milliarden

Balkendiagramm, das die Wertminderungen von Aktiengesellschaften zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

BP verkauft Gelsenkirchener Raffinerie und entlastet Bilanz um Milliarden

BP verkauft seine Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch Group. Durch den Deal wechseln rund 1.800 Mitarbeiter den Besitzer, und die Verbindlichkeiten des Konzerns verringern sich um bis zu 1,7 Milliarden Dollar. Unterdessen hat sich der Aktienkurs des Unternehmens in diesem Jahr deutlich erholt und schloss am Freitag bei 6,45 Euro.

Die Raffinerie in Gelsenkirchen verarbeitet jährlich 12 Millionen Tonnen Rohöl. Ihr Verkauf ist Teil von BPs umfassendem Plan, bis 2027 Vermögenswerte im Wert von 20 Milliarden Dollar zu veräußern – davon sind bereits über 11 Milliarden Dollar gesichert. Gleichzeitig treibt das Unternehmen interne Umstrukturierungen voran, um die Kosten zu senken. Das Einsparziel wurde auf 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar bis 2027 angehoben, was etwa 30 Prozent der Kostenbasis von 2023 entspricht.

Seit Januar ist der BP-Aktienkurs um über 27 Prozent gestiegen, begünstigt durch höhere Ölpreise und die Umstrukturierungsmaßnahmen. Am Freitag schloss die Aktie bei 6,45 Euro – ein Plus von 1,3 Prozent im Wochenvergleich. Analysten der HSBC reagierten darauf, indem sie die Einstufung von BP von "Reduzieren" auf "Halten" hochstuften und das Kursziel von 35,10 auf 45,30 Dollar anhoben.

Die Ölmärkte bleiben volatil: Die Sorte Brent notiert bei rund 112 Dollar pro Barrel, bedingt durch Blockaden in der Straße von Hormus. Die US-Regierung hat eine 60-tägige Ausnahmeregelung für den Jones Act erlassen, um die Lieferketten zu entlasten. Dennoch halten die Arbeitskonflikte an: Nach dem Scheitern von Tarifverhandlungen sperrte BP rund 800 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter der Whiting-Raffinerie in Indiana aus.

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Der Verkauf der Gelsenkirchener Raffinerie entlastet BP von Verbindlichkeiten und unterstützt die Kostensenkungsstrategie. Bei hohen Ölpreisen und laufenden Restrukturierungen will sich das Unternehmen wieder auf sein Kerngeschäft mit Öl und Gas konzentrieren. Analysten bewerten die Aktie zwar positiver, doch Arbeitskämpfe und Marktunsicherheiten bleiben Herausforderungen.

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