Bootsjunge im Nordic Avantage Hotel: unprätentiös, aber praktisch für Reisende
Lara Braun
Bootsjunge im Nordic Avantage Hotel: unprätentiös, aber praktisch für Reisende
Bootsjunge liegt im Nordic Avantage Hotel in der Braunstraße – ein unaufgeregtes, kleines Bistro, das nicht mit besonderem Charme protzt. Anders als die belebten Cafés am Wasser oder die angesagten Lokale in der Innenstadt bedient es vor allem Hotelgäste, auch wenn hin und wieder Einheimische hereinschneien, wenn sie gerade vorbeikommen. Der Name – Bootsjunge (also „Schiffjunge“) deutet zwar eine maritime Verbindung an, doch das Ambiente erinnert eher an ein klassisches Hoteldiner als an ein seemännisch inspiriertes Restaurant.
Die Speisekarte hält, was man erwartet: üppige Frühstücksangebote für Reisende, einfache Mittagsgerichte und ein paar Abendoptionen, damit Gäste nicht spät noch woanders nach Essen suchen müssen. Hier holt man sich schnell einen Kaffee und ein Sandwich vor einem Termin oder lässt den Tag mit einem Bier ausklingen, nachdem man stundenlang durch die Stadt gelaufen ist. Die Gäste scheinen zufrieden – bei einer Bewertung von 4,5 Sternen, auch wenn es nicht viele Rezensionen gibt und niemand von einem absoluten Must-try-Gericht schwärmt.
Die Öffnungszeiten sind etwas undurchsichtig. Sie sind nirgends deutlich angegeben, und sonntags hat geschlossen – was Wochenendbesucher möglicherweise ärgert. Unter der Woche sind die Chancen am größten, aber ob es jeden Abend warm serviert oder nur an bestimmten Tagen, bleibt unklar. Wer nicht im Hotel wohnt, sollte vorher anrufen (+49 431 90890), um sicherzugehen.
Das Bootsjunge findet man in der Braunstraße 40, direkt in der Nähe des Hauptbahnhofs – praktisch, wenn man in Kiel ankommt oder abreist. Kein Ort, für den man extra einen Umweg macht, aber wenn man im Hotel logiert oder einfach etwas Unkompliziertes in Bahnhofsnähe sucht, erfüllt es seinen Zweck. Auf der Website des Hotels (nordic-avantage.de) könnte es weitere Infos geben, doch eine eigene Seite für das Restaurant scheint es nicht zu geben.
Fazit: ein typisches Hoteldiner – weder herausragend noch enttäuschend. Man geht hin, weil es da ist, nicht weil man monatelang davon geträumt hat. Aber für eine schnelle, unkomplizierte Mahlzeit reicht es allemal.
