Berliner Verwaltungsgericht kämpft mit Rekordzahl an Klagen und überlasteten Verfahren
Lara BraunSignifikant mehr Fälle für Verwaltungsgerichte - Berliner Verwaltungsgericht kämpft mit Rekordzahl an Klagen und überlasteten Verfahren
Berlins Verwaltungsgericht verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg der Verfahren. Die Zahl der anhängigen Klagen stieg um 24 Prozent und überstieg damit die Marke von 25.000. Fast 28.700 neue Verfahrens wurden eingereicht – ein spürbarer Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren.
Hauptgrund für den Anstieg waren die verschärften Migrationsrichtlinien der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. Asylbeschwerden und Abschiebestreitigkeiten häufen sich vor Gericht und führen zu einer wachsenden Prozessflut. Zusammen mit aufenthaltsrechtlichen Konflikten zählen sie zu den häufigsten Fällen, mit denen die Richter konfrontiert sind.
Auch die Neuanmeldungen stiegen im Vergleich zu 2024 um 20 Prozent. Das Oberverwaltungsgericht Berlin verzeichnete einen ähnlichen Trend: Asylrechtliche Klagen machten einen Großteil der Arbeitslast aus. Zudem belasteten zunehmend mehr Eilanträge das Justizsystem.
Ende 2025 bearbeitete das Gericht über 25.000 ungelöste Fälle. Der Anstieg der Verfahrens spiegelt die allgemeinen Verschärfungen in der Migrationspolitik und die rechtlichen Auseinandersetzungen um Aufenthaltsfragen wider.
Die Arbeitsbelastung des Gerichts hat sich deutlich erhöht, wobei Asyl- und Abschiebeverfahren den größten Zuwachs verzeichnen. 2025 wurden fast 28.700 neue Klagen und Eilanträge registriert. Der Stau an über 25.000 anhängigen Fällen unterstreicht die Überlastung der Berliner Justiz.
