Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2030 – doch reicht das?
Berlins sieben landeseigene Wohnungsbaugesellschaften planen bis 2030 eine deutliche Ausweitung ihres Immobilienbestands. Bis dahin soll die Zahl der verwalteten Wohnungen von derzeit 408.000 auf 440.000 steigen – ein Zuwachs von 56.000 neuen Wohnungen innerhalb des nächsten Jahrzehnts. Damit könnten rund 120.000 Berliner:innen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erhalten.
Der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus soll vor allem durch Neubauten realisiert werden, wie Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bekannt gab. Zudem prüfen die landeseigenen Unternehmen den Ankauf bestehender Immobilien, sofern dies finanziell tragbar ist.
Ein Vorschlag aus der Zivilgesellschaft sieht vor, am Rand des Tempelhofer Felds – dem ehemaligen Flughafenareal – 21.400 neue Wohnungen zu errichten. Dabei blieben 200 Hektar der offenen Wiesenfläche erhalten, während bis zu 50.000 Menschen dort Wohnraum finden könnten. Wegner zeigte sich dem Vorhaben gegenüber aufgeschlossen, obwohl ein Bürgerentscheid 2014 eine Bebauung des Geländes zugunsten des Erhalts als Naherholungsgebiet blockiert hatte.
Bis 2035 streben die Wohnungsbaugesellschaften die Verwaltung von knapp 465.000 Wohnungen an und wollen so den Bestand an bezahlbarem Wohnraum in Berlin weiter ausbauen. Die Expansion des landeseigenen Wohnungsbaus könnte die angespannte Situation auf dem Berliner Mietmarkt entlasten. Sollte der Plan für das Tempelhofer Feld umgesetzt werden, ließe sich Wohnungsneubau mit dem Erhalt von Grünflächen verbinden. Langfristig bleibt das Ziel der Stadt, der wachsenden Bevölkerung mehr bezahlbare Wohnmöglichkeiten zu bieten.







