Berlin geht mit neuer Einheit gegen Hass und Gewalt im Fußball vor
Elias HofmannGewalt und Hass im Sport: Erste Erfolge durch Zusammenarbeit - Berlin geht mit neuer Einheit gegen Hass und Gewalt im Fußball vor
Berlin verstärkt seine Bemühungen im Kampf gegen Gewalt und Hasskriminalität im Fußball. Seit Dezember 2023 bearbeitet eine spezialisierte Einheit bei der Staatsanwaltschaft des Bezirks solche Fälle. Der Schritt folgt einer Zunahme von Vorfällen, insbesondere im Fußball, wo Beleidigungen, Drohungen und extremistische Symbole häufiger auftreten.
Der Berliner Fußball-Verband (BFV) spielt bei dieser Offensive eine zentrale Rolle. Er hat 23 der 25 Fälle gemeldet, die nun von der neuen Einheit untersucht werden.
Die auf "Gewalt im Fußball" spezialisierte Abteilung nahm am 1. Dezember 2023 ihre Arbeit auf. Seither hat sie 25 Fälle übernommen, die meisten davon aus dem Fußballbereich. Zwei weitere Fälle wurden vom Handball- und Basketballverband eingereicht.
Der BFV hat offiziell 12 Vorfälle zur Anzeige gebracht, die nun aktiv ermittelt werden. Darunter sind Drohungen gegen einen Schiedsrichter sowie eine Verurteilung wegen Körperverletzung, die durch einen Strafbefehl geregelt wurde. Die meisten Straftaten umfassen verbale Angriffe, Hassrede und das Zeigen verbotener Symbole.
Um die Strafverfolgung zu stärken, hat die Staatsanwaltschaft Partnerschaften mit neun Sportverbänden geschlossen. Diese Vereinbarungen sollen die Meldung und Verfolgung von Hasskriminalität beschleunigen. Leichtere und mittlere Sportstraftaten werden nun zentral bei der Bezirksstaatsanwaltschaft gebündelt, was eine besser koordinierte Reaktion ermöglicht.
Fußball bleibt der Hauptfokus, da hier die meisten Vorfälle verzeichnet werden. Das neue System ermöglicht schnellere juristische Schritte, da Fälle direkt von den Sportverbänden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden.
Die neue Einheit und die Kooperationen markieren einen Wandel in der Art und Weise, wie Berlin mit sportbezogener Gewalt im Fußball umgeht. Fälle werden nun effizienter bearbeitet, mit klaren Meldewegen. Zwar entfällt der Großteil der Vorfälle weiterhin auf den Fußball, doch erstreckt sich der Ansatz auch auf andere Sportarten.
Die Behörden haben deutlich gemacht, dass Drohungen, Hassrede und extremistisches Verhalten rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen werden. Das System ist bereits in Gang: Es gibt erste Verurteilungen, und die Ermittlungen laufen.
