Bayerische Bahn erreicht historischen Pünktlichkeitstiefstand – nur noch 60 Prozent pünktlich
Lara BraunBayerische Bahn erreicht historischen Pünktlichkeitstiefstand – nur noch 60 Prozent pünktlich
Pünktlichkeit im bayerischen Schienennetz auf Tiefstand
Die Pünktlichkeit im bayerischen Bahnverkehr ist auf den niedrigsten Stand seit Jahren gesunken. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) macht vor allem anhaltende strukturelle Probleme für die fortwährenden Verspätungen verantwortlich.
2025 fuhren nur noch 60,1 Prozent der Fernverkehrszüge pünktlich. Auch im Regionalverkehr Bayerns gab es einen deutlichen Rückgang: Die Pünktlichkeit sank auf 84,9 Prozent – ein erheblicher Einbruch im Vergleich zu 94,1 Prozent im Jahr 2020.
Die GDL betont, dass fast die Hälfte aller Verspätungen auf Infrastrukturprobleme und Baustellen zurückzuführen sind. Kurzfristige Änderungen an Fahrplänen und Taktungen belasten zudem Personal und Fahrgäste zusätzlich. Die Folge sind häufig Zugausfälle, überfüllte Bahnhöfe und verpasste Anschlüsse.
Die Gewerkschaft unterstützt zwar Bestrebungen zur Modernisierung des Schienennetzes, fordert aber realistische Bauzeitpläne. Zudem müssten zunächst die bestehenden Infrastrukturdefizite behoben werden, bevor weitere Ausbaumaßnahmen angegangen würden. Die GDL hält zuverlässige Fahrgastinformationen für entscheidend, um die Auswirkungen von Verspätungen zu verringern.
Die aktuellen Qualitätsdaten bestätigen die anhaltenden Probleme im bayerischen Bahnsystem. Die GDL drängt die Verantwortlichen, diese Mängel zu beheben, um die Zuverlässigkeit des Angebots zu verbessern. Fahrgäste leiden weiterhin unter Zugausfällen, Überfüllung und verpassten Anschlüssen.







