13 March 2026, 00:04

Apotheken schlagen Alarm: Bundesweiter Protest für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Ein Plakat mit Text über Preisunterschiede bei Arzneimitteln im Jahr 2022, mit ein paar Flaschen und einer Spritze unten.

Apotheken schlagen Alarm: Bundesweiter Protest für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Apothekenbesitzer und Branchenverbände planen bundesweiten Protest am 23. März

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Apothekeninhaber und Berufsverbände in ganz Deutschland bereiten für den 23. März eine großangelegte Protestaktion vor. Geplant sind Schließungen und Kundgebungen in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München. Die Forderungen: höhere Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen. Der Protest richtet sich vor allem an die Politik – nicht gegen die Bevölkerung. Die Organisatoren betonen, dass die Patientenversorgung durch Notdienste weiterhin sichergestellt bleibt.

Im Mittelpunkt der Proteste steht die sofortige Erhöhung des Fixums – der festen Gebühr pro Rezept – von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro, verbunden mit regelmäßigen Anpassungen in der Zukunft. Dieser Satz wurde seit 2013 nicht mehr angehoben. Die Apothekenbesitzer fordern zudem höhere Vergütungen für pharmazeutische Dienstleistungen, die Abschaffung von Rabattverträgen und Importklauseln sowie eine stärkere Einbindung in Prävention und Versorgung. Ziel ist es, die wirtschaftliche Existenz der Apotheken zu sichern und den flächendeckenden Zugang zu Medikamenten zu erhalten.

Anders als bei einem Streik wird die Aktion nicht von Gewerkschaften, sondern von Apothekeninhabern und Berufsverbänden getragen. Jede Apotheke entscheidet selbstständig, ob sie an dem Tag schließt. Mitarbeiter können nicht gezwungen werden, an Kundgebungen oder Demonstrationen teilzunehmen, falls ihr Arbeitsplatz geschlossen bleibt – sie müssen für den Tag jedoch weiterhin bezahlt werden. Arbeitgeber dürfen alternative Aufgaben zuweisen, ausgefallene Stunden können jedoch nicht nachgeholt werden.

Für Patienten, die dringend Medikamente benötigen, bleibt die Versorgung gesichert: Die Notdienstapotheken arbeiten wie gewohnt, sodass es keine Einschränkungen bei der dringenden Versorgung gibt.

Der Protest am 23. März stellt eine seltene gemeinsame Aktion der deutschen Apotheken dar. Sollten die Forderungen erfüllt werden, könnten sich Finanzierung und Arbeitsbedingungen in der Branche grundlegend ändern. Derzeit liegt der Fokus darauf, kurzfristige Gebührenerhöhungen und langfristige Stabilität für unabhängige Apotheken durchzusetzen.

Quelle