Angriffe auf Journalisten sinken 2025 – doch die Gefahr bleibt real
Nina WalterReporter ohne Grenzen: 55 Angriffe auf Journalisten in Deutschland im Jahr 2025 - Angriffe auf Journalisten sinken 2025 – doch die Gefahr bleibt real
Angriffe auf Journalisten in Deutschland gingen 2025 zurück – doch die Lage bleibt besorgniserregend
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) verzeichnete 2025 bundesweit 55 Übergriffe auf Medienvertreter – ein Rückgang gegenüber den 89 Fällen des Vorjahres. Besonders betroffen war Berlin mit 20 Vorfällen, die vor allem mit dem politischen Klima und der starken Medienpräsenz in der Hauptstadt zusammenhängen.
Von den 55 dokumentierten Angriffen waren 46 körperliche Übergriffe, drei betrafen Sachbeschädigungen und sechs waren Cyberangriffe. Politische Veranstaltungen erwiesen sich als besonders gefährlich: 41 der körperlichen Attacken ereigneten sich im Zusammenhang mit solchen Events.
Berlin führte die Statistik mit 20 Vorfällen an, gefolgt von Sachsen (9) und Sachsen-Anhalt (5). Die Rolle der Stadt als politisches und mediales Zentrum dürfte zu den höheren Zahlen beigetragen haben. Detaillierte Aufschlüsselungen zu Angriffen außerhalb politischer Versammlungen liegen jedoch nicht öffentlich vor.
Trotz des allgemeinen Rückgangs zeigen die Zahlen, dass Journalisten in Deutschland weiterhin Risiken ausgesetzt sind. Der Rückgang von 89 auf 55 Fälle deutet zwar auf eine gewisse Besserung hin, doch in angespannten Umfeldern bestehen die Bedrohungen fort.
Die Daten für 2025 belegen eine Abnahme der Angriffe im Vergleich zum Vorjahr. Körperliche Gewalt bei politischen Veranstaltungen bleibt jedoch die häufigste Gefahr. Die Erkenntnisse von ROG unterstreichen die Notwendigkeit, den Schutz von Medienvertretern im gesamten Land weiterhin mit Nachdruck zu gewährleisten.
