Airbus fordert rasche Entscheidung für Deutschlands neues Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Lara BraunAirbus fordert rasche Entscheidung für Deutschlands neues Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Airbus drängt auf schnelle Entscheidung für Deutschlands nächstes Kampfflugzeug nach Scheitern des FCAS-Programms
Der Luftfahrtkonzern betont, über das nötige Know-how zu verfügen, um die Entwicklung eines neuen Jets eigenständig voranzutreiben. Politiker und Industrievertreter fordern nun ein neues europäisches Projekt, um die gescheiterte Partnerschaft zu ersetzen.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, unterstrich die Dringlichkeit der Lage. Er argumentierte, die Luftwaffe benötige dringend ein modernes Kampfflugzeug und Deutschland verfüge über die notwendigen finanziellen Mittel. Pretzl warnte zugleich vor langwierigen politischen Diskussionen, da Verzögerungen wertvolle Entwicklungszeit kosten würden.
Er schlug vor, das Vorhaben unverzüglich zu starten und andere Nationen zur Teilnahme einzuladen. Seine Äußerungen folgen auf das Scheitern des deutsch-französisch-spanischen FCAS-Programms, das Deutschland ohne klare Perspektive für sein zukünftiges Kampfflugzeug zurücklässt.
Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, unterstützte die Idee einer europäischen Zusammenarbeit. Er betonte die Notwendigkeit grenzüberschreitender Kooperation bei jedem neuen Kampfflugzeugprojekt. Brandl wies zudem darauf hin, dass deutsche Unternehmen eine führende Rolle bei Design und Bau des Flugzeugs übernehmen könnten.
Airbus hat deutlich gemacht, dass es von den Politikern ein zügiges Handeln erwartet. Das Unternehmen ist überzeugt, notfalls eigenständig ein Kampfflugzeug der nächsten Generation entwickeln zu können.
Der Vorstoß für ein neues Kampfflugzeugprogramm kommt nach dem Zusammenbruch des FCAS-Projekts. Airbus und politische Vertreter sind sich einig: Zeit ist ein entscheidender Faktor. Eine schnelle Entscheidung könnte darüber entscheiden, ob Deutschland die Führung in der Entwicklung zukünftiger Kampfflugzeuge übernimmt – oder den Anschluss verliert.
