AfD schmeißt Abgeordnete raus – nach neuem Vetternwirtschafts-Skandal in Niedersachsen
Lara BraunNiedersächsische AfD im Bundestag will sich von MP trennen - AfD schmeißt Abgeordnete raus – nach neuem Vetternwirtschafts-Skandal in Niedersachsen
Neue Vetternwirtschafts-Vorwürfe erschüttern die AfD
Die rechtspopulistische AfD steht erneut in der Kritik, nachdem eine Abgeordnete aus Niedersachsen ihren Lebensgefährten und dessen alternative für deutschland in ihrem Bundestagsbüro beschäftigt haben soll. Der Skandal hat rasche Konsequenzen nach sich gezogen: Der Landesverband der Partei hat die 64-jährige Martina Uhr, Mitglied im Umweltausschuss, umgehend aus seinen Reihen ausgeschlossen.
Die AfD Niedersachsen distanzierte sich umgehend von Uhr und forderte sie auf, ihr Bundestagsmandat innerhalb von 24 Stunden niederzulegen. Sollte sie dem nicht nachkommen, droht der Parteiausschluss aus der gesamten Fraktion. Bisher hat sich Uhr öffentlich nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Der Fall reiht sich in eine wachsende Reihe von Vetternwirtschafts-Vorwürfen gegen die AfD in mehreren Bundesländern ein, darunter Sachsen-Anhalt, Thüringen und Baden-Württemberg. Die öffentliche Empörung nimmt zu und untergräbt die Bemühungen der Partei, sich als moralische alternative zu den etablierten Konkurrenten zu inszenieren. Intern wird nun über schärfere Regeln diskutiert, während einige Mitglieder vor einem Vertrauensverlust warnen und Rücktritte fordern. Parteichef Tino Chrupalla räumte eine zunehmende Verunsicherung in den eigenen Reihen ein.
Der aktuelle Vorfall ist nicht der erste seiner Art – doch die AfD hatte sich stets als saubere alternative zu den traditionellen Parteien präsentiert. Über ähnliche Fälle in anderen politischen Gruppen liegen bisher keine detaillierten Berichte vor.
Uhrs Ausschluss ist der jüngste Versuch der AfD, die Folgen der Vetternwirtschafts-Affären einzudämmen. Die Partei steht nun unter Druck, strengere interne Kontrollen durchzusetzen, um weiteren Reputationsschaden zu vermeiden. Wie Uhr auf das Ultimatum reagiert, könnte entscheiden, ob sich die Krise weiter zuspitzt.
