AfD polarisiert Deutschland: Umfrage zeigt tiefe Gräben vor Herbstwahlen 2026
Finn FuchsAfD polarisiert Deutschland: Umfrage zeigt tiefe Gräben vor Herbstwahlen 2026
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Spaltungen unter den Deutschen über die Zukunft der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). Während fast die Hälfte der Befragten erwartet, dass die Partei im kommenden Herbst deutlich an Macht gewinnen wird, sind die Meinungen über ein mögliches Verbot gespalten. Die im Auftrag der Bild am Sonntag durchgeführte Erhebung zeigt zudem, wie sich die Einstellungen zu politischen Bündnissen und dem wachsenden Einfluss der AfD verändern.
Die zwischen dem 28. und 29. Mai 2026 durchgeführte Umfrage befragte 1.003 Personen zur Rolle der AfD in der deutschen Politik. Demnach sprechen sich 38 Prozent für ein Verbot der Partei aus, während 47 Prozent eine solche Maßnahme ablehnen. Unter den Wählern der Christlich Demokratischen Union (CDU) befürwortet eine knappe Mehrheit von 51 Prozent rechtliche Schritte, um die AfD zu verbieten.
Die Erwartungen an den Erfolg der Partei bei den anstehenden Landtagswahlen sind hoch. Fast sieben von zehn Befragten glauben, dass die AfD nach den drei Herbstwahlen mindestens eine Ministerpräsidentenposition erringen wird. Davon gehen 41 Prozent von einer einzigen von der AfD geführten Landesregierung aus, während 28 Prozent damit rechnen, dass die Partei in mehreren Bundesländern an die Spitze kommt.
Die Umfrage untersuchte auch mögliche Koalitionsszenarien. Sollte die AfD als stärkste Kraft ohne absolute Mehrheit aus den Wahlen hervorgehen, bevorzugen 40 Prozent der Befragten ein Bündnis aus CDU und Linken. Unter CDU-Anhängern würden 48 Prozent diese Option unterstützen – im Vergleich zu nur 27 Prozent, die einer Zusammenarbeit mit der AfD zustimmen würden. Zudem sind 45 Prozent der Befragten der Meinung, dass die politische „Brandmauer“ gegen die AfD der Partei tatsächlich zum Wachstum verhalf.
Die Ergebnisse deuten auf eine im Umbruch befindliche politische Landschaft hin, in der viele Deutsche im Herbst eine Machtverschiebung erwarten. Der mögliche Aufstieg der AfD in die Regierungsverantwortung auf Landesebene markiert einen Wendepunkt, während die Debatten über Verbote und Koalitionen die allgemeine Unsicherheit widerspiegeln. Die Umfrage unterstreicht, wie die gespaltenen Ansichten über die Zukunft der Partei die nächste politische Phase Deutschlands prägen könnten.







