09 February 2026, 00:06

AfD in Sachsen: Familienclans in Bundestagsbüros sorgen für Aufsehen vor der Landtagswahl

Der Text "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" in fetter schwarzer Schrift, mittig auf einem weißen Hintergrund mit einem dünnen schwarzen Rand.

Parlamentsjobs für Familienangehörige? AfD-Chef sieht 'Geschmack' - AfD in Sachsen: Familienclans in Bundestagsbüros sorgen für Aufsehen vor der Landtagswahl

Laut Berichten von ZDF Frontal und Die Zeit haben Angehörige von AfD-Politikern in Sachsen Stellen in Bundestagsbüros erhalten. Die Enthüllungen haben eine Debatte über Transparenz und Fairness bei der Besetzung von Parlamentsposten ausgelöst. Während Parteiführer die Praxis verteidigen, räumen sie ein, dass sie Bedenken aufwirft.

Den Untersuchungen zufolge beschäftigten mindestens drei AfD-Abgeordnete aus Sachsen enge Familienmitglieder. So arbeitete der Vater von Ulrich Siegmund im Büro von Thomas Korell. Auch die Eltern von Matthias Büttner waren bei Korell angestellt, während Tobias Rausch drei Geschwister hatte, die für Claudia Weiss tätig waren.

AfD-Co-Vorsitzender Tino Chrupalla kritisierte die Vorgehensweise, betonte jedoch, sie sei rechtlich einwandfrei. Er gab zu, dass der Eindruck entstehe, dies sei "nicht in Ordnung", und löse Unbehagen aus. Gleichzeitig verwies er darauf, dass auch andere Parteien in der Vergangenheit ähnlich gehandelt hätten.

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl, verteidigte die Personalentscheidungen. Vertraute Personen einzustellen, sei sinnvoll, solange alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten würden, argumentierte er. Chrupalla pflichtete ihm bei und unterstrich, die Verträge entsprächen sämtlichen rechtlichen Anforderungen und seien "makellos".

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Berichte zeigen ein Muster von Familienangehörigen in den Parlamentsbüros der AfD auf. Zwar betonen die Parteiführer, die Einstellungen seien rechtmäßig erfolgt, doch die Praxis stößt auf Kritik. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen wird das Thema voraussichtlich weiter im Fokus bleiben.