07 June 2026, 12:04

AfD fordert Streichung der Förderung für Radio CORAX in Halle

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AfD fordert Streichung der Förderung für Radio CORAX in Halle

Radio CORAX in Halle: Freies Radio gerät unter Druck der AfD

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Der freier Gemeinschaftssender Radio CORAX in Halle sieht sich mit Forderungen der rechtspopulistischen AfD konfrontiert, seine Förderung zu streichen. Seit dem Jahr 2000 sendet der Sender ein vielseitiges Programm aus Musik, Kulturformaten und Beiträgen unterschiedlicher Gruppen – ein Konzept, das in den vergangenen Jahren sowohl Unterstützung als auch Kritik auf sich gezogen hat.

Der Sender arbeitet nach einem ehrenamtlichen Modell: Rund 400 Mitglieder produzieren etwa 175 verschiedene Sendungen, fast alle ohne Bezahlung. Die Inhalte richten sich an vielfältige Zielgruppen, darunter Kinder, queere Communities und Geflüchtete. Zu den bekanntesten Formaten zählen die Sendung Tipkin und das Magazin Serendipity. Neue Ideen werden in wöchentlichen Redaktionssitzungen entwickelt.

Wer bei Radio CORAX ein eigenes Format starten möchte, muss zunächst einen Einführungskurs besuchen. Neben dem Radioprogramm veranstaltet der Sender öffentliche Formate wie Filmabende, Diskussionsrunden und Workshops in seinen Räumlichkeiten. Zudem kooperiert er mit kulturellen Einrichtungen und ist Teil von AMARC, einem weltweiten Netzwerk nichtkommerzieller Radiosender.

Die Finanzierung des Senders speist sich aus mehreren Quellen: Die Landesmedienanstalt stellt jährlich rund 200.000 Euro bereit, hinzu kommen kommunale Zuschüsse und Projektförderungen. Angesichts wachsendem politischem Druck sucht Radio CORAX jedoch nach Wegen, seine Zukunft abzusichern – unter anderem durch eine stärkere Fokussierung auf Spenden.

Trotz der drohenden Kürzungen bleibt der Sender seinem vielfältigen Programm treu. Radio CORAX versteht sich weiterhin als Plattform für unterrepräsentierte Stimmen und bürgerschaftliches Engagement. Ob der Sender langfristig bestehen kann, hängt nun auch von breiterer öffentlicher Unterstützung und alternativen Finanzierungsmodellen ab.

Quelle