AfD beendet Wahlkampf in Baden-Württemberg mit ehrgeizigen Zielen und fehlendem Spitzenkandidaten
Finn FuchsAfD beenden Wahlkampf in Rottweil - AfD beendet Wahlkampf in Baden-Württemberg mit ehrgeizigen Zielen und fehlendem Spitzenkandidaten
Die AfD hat ihren Wahlkampf für die Landtagswahl in Baden-Württemberg abgeschlossen. Beim Abschlusskundgebung sprachen die Parteivorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel zu den Anhängern und riefen sie auf, ein besseres Ergebnis als in den Vorjahren zu erzielen. Die Veranstaltung markierte das Ende wochenlanger Kampagnenarbeit vor der Abstimmung.
Tino Chrupalla nutzte die Bühne, um die aktuelle Landesregierung scharf zu kritisieren. Er warf ihr vor, die öffentlichen Haushalte ausgezehrt und die Mittelschicht in Bedrängnis gebracht zu haben. Seine Rede betonte die Notwendigkeit eines Wandels, ohne jedoch konkrete AfD-Politik in Baden-Württemberg als fehlerhaft zu benennen.
Auch Alice Weidel wandte sich an die Menge und unterstrich den Appell der Partei nach stärkerer Unterstützung. Chrupalla setzte ein ehrgeiziges Ziel und forderte die Wähler auf, der AfD über 20 Prozent der Stimmen zu sichern – mehr als das Doppelte ihres letzten Ergebnisses.
Auffällig abwesend bei der Kundgebung war Markus Frohnmaier, Landesvorsitzender der AfD und Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten. Er verpasste die Veranstaltung aufgrund einer Reise in die USA und überließ den finalen Wahlkampfauftritt damit den bundesweiten Parteichefs.
Der AfD-Wahlkampf in Baden-Württemberg ist damit beendet, wobei die Führungsspitze auf einen deutlichen Zuwachs an Wählerzustimmung drängt. Die Wahl wird bald zeigen, ob sich ihre Bemühungen ausgezahlt haben. Die Partei bleibt darauf fokussiert, in dem traditionell umkämpften Bundesland an Boden zu gewinnen.
