03 April 2026, 04:05

23-Jähriger gesteht linksextremistische Brandanschläge auf AfD-Politiker und Einsatzkräfte

Menschen auf einem Feld mit einem zentralen Feuer, die in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt sind, umgeben von Bäumen und einem Haus im Hintergrund, mit Text, der unten 'Die Massaker von Contreras' lautet.

23-Jähriger gesteht linksextremistische Brandanschläge auf AfD-Politiker und Einsatzkräfte

Ein 23-jähriger Mann muss sich seit dieser Woche wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Hechingen verantworten. Tobias K. gestand, im Oktober vergangenen Jahres in Baden-Württemberg mehrere Brandanschläge mit Molotowcocktails verübt zu haben – unter anderem auf ein Wohnhaus, ein Auto und Einsatzkräfte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus linksextremistischer Motivation gehandelt zu haben.

Der Prozess begann in dieser Woche; vier Verhandlungstage sind angesetzt. Mit einem Urteil wird Mitte April gerechnet.

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Die Taten ereigneten sich in den frühen Morgenstunden des Oktobers 2023 in Leibertingen. Zunächst zündete Tobias K. ein vor einem Wohnhaus geparktes Auto an. Gegenüber den Ermittlern gab er später an, er habe AfD-Parolen am Fahrzeug gesehen und diese als provokativ empfunden.

Anschließend warf er einen weiteren Brandsatz gegen das Haus selbst, in dem sich zum Zeitpunkt der Tat sechs schlafende Personen befanden. Das Gebäude wurde beschädigt, doch es gab keine Schwerverletzten.

Als Polizei und Feuerwehr am Tatort eintrafen, soll Tobias K. einen Molotowcocktail direkt auf die Einsatzkräfte geworfen haben. Später gestand er, in jener Nacht mehrere Brandvorrichtungen entzündet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem politischen Motiv aus, insbesondere weil es sich bei dem angegriffenen Haus um den Wohnsitz von Michael K. handelt – ein Unternehmer und ehemaliger lokaler AfD-Politiker. Die Staatsschutzabteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart stuft den Fall als linksextremistisch ein.

Im Prozess verlas der Verteidiger eine Erklärung des Angeklagten, in der dieser Reue und Scham für seine Taten äußerte.

Der Prozess findet zu einer Zeit statt, in der die AfD in Baden-Württemberg einen deutlichen Zulauf verzeichnet. Bei der Landtagswahl 2026 legte die Partei um 9,1 Prozentpunkte zu und erreichte 18,8 % – der größte Zuwachs aller Parteien. Zwar gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Vorfall und dem Wahlerfolg der AfD, doch spiegelt ihr Aufstieg die sich wandelnde politische Stimmung in der Region wider.

Mitte April wird das Gericht nach vier Verhandlungstagen sein Urteil verkünden. Bei einer Verurteilung droht Tobias K. eine lange Haftstrafe wegen versuchten Mordes und Brandstiftung. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf politischen Extremismus und dessen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften in Baden-Württemberg.

Quelle