08 March 2026, 14:05

20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und strukturellen Wandel

Eine große Gruppe von Menschen bei einer Demonstration für LGBTQ+-Rechte in Berlin, die Fahnen und Plakate schwenken, mit Gebäuden, einem Kran und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Frauentag in Berlin: Lauter Protest für mehr Rechte - 20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und strukturellen Wandel

Tausende gingen am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße, um Gleichberechtigung einzufordern und sich gegen anhaltende Diskriminierung zu stellen. Organisiert von einem Bündnis aus Gewerkschaften, Frauenverbänden und Aktivistinnen, zog die Demonstration Schätzungen zufolge 20.000 Menschen an, die strukturellen Wandel forderten.

Die Kundgebung begann mit einer Auftaktveranstaltung, bei der Rednerinnen die Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen in Deutschland anprangerten. Sie lehnten zudem Pläne für eine allgemeine Wehrpflicht für Frauen ab und verlangten ein Ende der Diskriminierung am Arbeitsplatz. Auf Plakaten standen Sprüche wie "Gleichberechtigung ist keine Raketenwissenschaft" oder "Männer töten nicht aus Liebe". Viele selbstgemachte Transparente zeigten Solidarität mit der Widerstandsbewegung im Iran und trugen den Slogan "Frau, Leben, Freiheit" aus dem Jahr 2022.

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Nach den Eröffnungsreden marschierten die Demonstrantinnen zum Roten Rathaus, dem Amtssitz des regierenden Bürgermeisters. Im Laufe des Nachmittags waren weitere Proteste in der gesamten Stadt geplant.

Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Berlin-Brandenburg, kritisierte die Bundesregierung für den Abbau des Sozialstaats. Sie forderte strengere Schutzmaßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und verteidigte das Recht auf unbegrenzte Teilzeitarbeit. Zudem betonte sie die Bedeutung der Beibehaltung des Acht-Stunden-Tags als zentraler Arbeitsstandard.

Die Demonstration unterstrich langjährige Forderungen nach Gleichstellung – ohne dass es seit 2022 nennenswerte Fortschritte in der politischen oder gesellschaftlichen Debatte gegeben hätte. Veranstalterinnen und Teilnehmerinnen pochten auf konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung, Belästigung am Arbeitsplatz und strukturelle Benachteiligungen von Frauen in Deutschland.

Quelle